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Sketchnote Starthilfe – mein erstes Buch ist bald fertig

cover_sketchnote_starthilfe-01Eigentlich bin ich ja noch im Urlaub, aber es tut sich soviel auch in dieser Zeit, daher ein kleines Update. Einige wissen ja bereits, dass ich ein Buch im Mitp-Verlag schreibe bzw. zeichne. Ich komme ganz gut voran und es liegt in den letzten Zügen. Im Moment finalisiere ich noch Zeichnungen, dabei kommen mir dann weitere Ideen und irgendwann wird meine Lektorin dann wohl einen Schlußstrich ziehen und ich muss auch diesen Teil abgeben. Der Textteil ist schon in der Korrektur. Angesichts meine Kommaschwäche sicherlich kein Vergnügen. Das Buch wird jedenfalls der dritte Band in der Reihe, in der Mike Rohde die ersten beiden geschrieben hat. Das ist natürlich HAMMER COOL. Ich freu mich schon sehr auf das Endprodukt und halte Euch natürlich auf dem Laufenden.

Worum wird es gehen:

Alle meine Erfahrungen aus den Workshops der letzten Jahre werden kombiniert mit vielen Tipps und Tricks und einem Sack voller Strich für Strich Anleitungen.

Es wird 8 Kapitel haben und dabei geht es um die wesentlichen Punkte, die man braucht um mit Sketchnotes anzufangen. Also eine Anfänger-Bauanleitung für Sketchnotes mit einem Schwerpunkt auf Anleitungen und Hilfestellungen.

URLAUB YEAH

offline

Endlich ist Sommer, ach ne doch nicht, ach doch wieder, na ja stundenweise. Ich bin gerade mit dem Glück gesegnet, dass ich die Wäsche immer dann draussen aufhänge, wenn ich denke, jetzt ist es schön nur um dann eine Viertelstunde später wieder rauszustürzen um sie eilig vor einem Wolkenbruch in Sicherheit zu bringen.

Aber eigentlich wollte ich gar nicht übers Wetter meckern, sondern schreiben, dass ich tatsächlich Urlaub mache.

ulaub

In dieser Zeit bin ich nicht da. Mails können gerne geschrieben werden, werden aber erst am 25. wieder gelesen. Teilweise werde ich wahrscheinlich auch ohne Netz und LAN unterwegs sein. Leben am Limit! Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern dieser Seite einen wunderbaren, sommerlichen August mit beständigem Sonnenschein, viel Zeit zum Erholen und für die schönen Dinge des Lebens.

Schwerpunkt Regionale Entwicklung und Zukunftsplanung

Vision ZuBRA SketchnoteSNLEiner meiner ersten Aufräge als Graphic Recorderin war kurz nach meiner Gründung ein Zukunftstag im Rahmen von Duderstadt 2020 und es folgte ein Event mit der Stadt Witzenhausen, wo es um die Entwicklung und Sichtbarmachung der „Hauptstadt der ökologischen Landwirtschaft“ ging. Demnächst kommt wahrscheinlich eine ganze Werkstatt-Woche zum Thema Garzweiler II (was passiert, wenn der Braunkohleabbau beendet ist mit der Region) dazu. Es gibt also schon eine kleine Menge an Arbeiten speziell für Regionale Entwicklung und Zukunftsplanung bei Städten, Kommunen und Regionen. Daneben habe ich nämlich auch für einen großen Wettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gezeichnet, bei dem die Kommunen Bebra, Rotenburg/Fulda und Ahlheim sich zusammengeschlossen haben und unter dem Begriff ZuBRA 2030 ihre zukünftige kooperative Ausrichtung planen und entwickeln und zu dem Wettbewerb eingereicht haben. Da es ein mehrstufiges Auswahlverfahren ist dauert es viele Jahre bis entschieden wird, wer nun den Zuschlag bekommt, daher müssen die Zwischenergebnisse und der Stand der Dinge gut  dokumentiert werden und gleichzeitig auch die Visionen geschärft werden. Es ist ein kollaborativer Ansatz und aufgrund der guten Vorgehensweise sind inzwischen drei weitere Kommunen mit an Bord.

Sanierung ZuBRA SketchnoteSNL

Es wurden Handlungsfelder definiert und dann Pläne bzw. Strategien entwickelt, wie diese interkommunal und überregional umsetzbar sind. Sehr spannend. Mein Job war es die Vision in eine Sketchnote zu bringen, zwei Handlungsfelder zu visualisieren und drei Bilder zu zeichnen, die die Zukunftsvision darstellen. Inzwischen weiß man, dass die nächste Hürde genommen wurde und ZuBRA 2030 weiterhin an dem Wettbewerb teilnimmt. Herzlichen Glückwunsch dazu. Wenn man selber im ländlichen Raum wohnt, ist man sich der Nöte deutlich bewusst, aber auch der Vorteile, die das Landleben bietet. Daher freut mich dieser Wettbewerb sehr, denn ich denke, da kann wirklich was gutes bewirkt werden.

Bildung ZuBRA SketchnoteSNL

Hier nun also die Sketchnotes für ZuBRA 2030. Leider sind im Scan einige Farben verschwunden und einige etwas grell geworden. Hui.  Ich drücke fest die Daumen für den nächsten Schritt im Wettbewerb und vielleicht kann ich ja in zwei Jahren dann wieder für ZuBRA 2030 zum Stift greifen.

Hannover Messe – Design Thinking & Sketchnotes Workshop

01_was ist Design Thinking-01Endlich komme ich dazu ein kleines Fazit von der Hannover Messe zu posten. Es war meine zweite aktive Teilnahme und mit einer gewissen Routine bin ich nun also auch schon etwas entspannter dort angekommen. Nachdem letztes Jahr die Bahn ausfiel und diverse Hürden mehr zwischen mir und dem Convention Center lagen, lief dieses Jahr alles glatt. (Wer den Bericht vom letzten Jahr lesen möchte: Hier ist der Link.)

WoPo_logo

Erstes Innehalten kam dann erst am Registrationdesk, wie es ja heute so schön heißt, keine Anmeldung für mich. Na, ja hätte nicht die gleichen Konsequenzen gehabt, wie kein Foto in anderen Situationen, aber komisch war es schon. Dann wurde klar: Ich bin ja Speaker, die haben ihren eigenen Registrationdesk. O.k. vom befürchteten „Du kommst hier nicht rein“ zum VIP in nur drei Minuten. So konnte das gerne weitergehen.

Schnell einen Kaffee und ab zur Eröffnung. Sabine Asgodom, wie immer sehr eloquent, mit dem wunderbaren Spruch:

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Dann ging es darum sich in Zweier-Teams zusammenzufinden, um darüber zu sprechen, welcher berufliche Wunsch in Erfüllung gehen sollte. Mein Tandem, eine junge Mutter mit Baby (dem sicherlich mit Abstand jüngsten Teilnehmer der Messe) beschrieb ihren Wunsch: Eine Welt in der ein 8 Stunden-Job und Mutter sein gut miteinander funktionieren. Sie fragte nach meinem Wunsch: Hmm, ich hatte keinen. Ich bin wirklich beruflich gesehen wunschlos glücklich. Das erstaunte sie und so kam nach der Erklärung was ich beruflich mache, die Frage: Sind Sie Tanja Wehr? Ja! Was für ein Zufall! Die junge Dame ist nämlich eine Psychologin, die mich im Rahmen ihrer Forschung zum Thema Semantische Sprünge, kreative Gruppenprozesse und Innovationsförderung kontaktiert hatte und mit der ich mich eh mal treffen wollte. So klein ist die Welt.

Slam and Talk

Weiter ging es mit Thomas Sattelberger und zwei anderen Keynotes, der Preisverleihung der Pioneer Woman of the Year und dann ab in die Workshops. Das erste was ich mir ausgesucht hatte, war das Slam & Talk. Unternehmen konnten sich als gute potentielle Arbeitgeber vorstellen. 100 Sekunden um möglichst innovativ zu überzeugen. Mal eine andere Form von Recruiting. Größtenteils wirklich nicht schlecht gemacht.

Virtuelle Teams

Dann habe ich genetztwerkt und viel geredet, zugehört, geredet. Mittaggegessen und dann einen Workshop mitgemacht zum Thema Virtuelle Teams. Das war auch ganz interessant gemacht, hatte allerdings ein paar Aktionspausen, so dass wir wieder viel geredet und genetzwerkt haben.

Zitat1-01

Anschließend kam mein Workshop dran und Dank unkompliziertem und freundlichem Techniksupport ging auch alles ganz schnell und sehr gut. Meine größte Panik ist immer, dass die Technik versagt, dann bin ich aufgeschmissen, weil ich mich wirklich gar nicht auskenne (und wenn ich ehrlich bin auch nicht auskennen will – es gibt so Sachen, damit will ich mich nicht beschäftigen). Entgegen meiner Befürchtung „Letzter Workshop, Freitag, da haben sich zwar viele angemeldet, aber da kommt bestimmt keiner mehr…“ war es knackevoll und ich schaute immer wieder in freundlich lächelnde Gesichter. Ich glaube, die meisten hatten Spaß und eine Frau meinte hinterher das wäre der beste Workshop, den sie seit Jahren gemacht hat. Das geht doch runter wie Öl. Inhaltlich habe ich ein klein wenig Sketchnote-Workshop, Kreatives Selbstvertrauen mit Design Thinking (einem kurzen Abriss der Methode und worum es geht/worauf es ankommt) verwoben. Soviel Zeit war ja nicht und es sollte ja nur eine kleine Einführung sein, weil ich die beiden Themen super kombinierbar finde.

31_Der Mikrozyklus-01

Wenn jetzt jemand Interesse an einem Design Thinking Prozess bekommen hat, gerne an mich wenden, ich kann Experten empfehlen, die das sehr gut machen.

Mir hat die Teilnahme und der Vortrag übrigens auch viel Spaß gemacht und ich hoffe, dass ich noch oft Gelegenheit haben werde, sowas zu machen. Vielleicht also bis zum nächsten Jahr. Ich werde mich wieder bewerben.

 

Sudelbuch – IKIGAI – Die japanische Lebenskunst und Mark Twain

passion led us here ikigai

Wenn man irgendwann aufwacht und glücklich mit sich und seinem Leben ist und voller Tatendrang und Freude in den neuen Tag startet, ist das fantastisch und etwas, dass man jedem, den man auch nur entfernt mag, wünscht. Es bedeutet auch, dass man wohl sein Ikigai gefunden hat. Bis vor kurzem hatte ich noch nie davon gehört, aber es ist wirklich spannend und allemal einen Eintrag in meinem Sudelbuch wert gewesen.

IKIGAI – 生き甲斐

Das ist nicht mehr und nicht weniger als das, wofür es sich zu leben lohnt. Was das genau ist, muss jeder für sich selbst festlegen. Niemand kann das für andere bestimmen. Für den einen ist es die Familie, für den anderen der Job, für den nächsten ein Hobby, ein Gedanke, der Glaube, … es kann vielfältig sein und ist so individuell wie wir alle.

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Es setzt sich im Kern aus den oben zu sehenden Elementen zusammen. Ich finde es sehr spannend darüber mal ein wenig nachzudenken. Also was ist Euer Grund morgens gerne aufzustehen? Vielleicht ist der auch noch nicht wirklich gefunden.

Der von mir hochverehrte Mark Twain hat einmal geschrieben:

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Ich hoffe für Euch alle, dass dieser zweite Tag schon da war oder in Bälde kommt. Bei mir war es der Moment, wo ich mit meiner Hauptleidenschaft meinen Lebensunterhalt bestreiten konnte. Euch allen einen guten Start in die Woche.

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SUDELBUCH

Georg Christoph Lichtenberg und Kurt Tucholsky führten Sudelbücher in denen sie alles notierten, was ihren eigenen Gedanken entsprang, was sie lasen, sahen oder hörten. So wuchs eine Sammlung von Worten, Zitaten, Aphorismen, Gedanken, Ideen und vielem mehr. Ich habe ebenfalls ein kleines Sudelbuch in das ich Notizen schreibe zu allem was mir durch den Kopf geht. Ab und zu gibt wird es auf dieser Webseite einen kleinen Einblick geben.

Sex & Demenz für profamilia

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Wenn Sex wirklich sells, müsste dieser Beitrag meine Besucherzahlen in neue Sphären katapultieren, denn sooft habe ich noch nie und werde es wahrscheinlich auch nie wieder, das Wort Sex benutzt. Mal sehen.

Es gibt wenig, von dem ich denken würde, es ist nicht als Graphic Recording möglich. Im Moment fällt mir tatsächlich nichts ein. Als ich aber die Veranstaltung von profamilia Niedersachsen und LVGAFS vorbereitet habe, musste ich mich ein wenig anstrengen. Das Thema der Tagung „Sex trotz(t) Demenz“ wollte sensibel aber doch humorvoll verpackt werden und das war ein wenig herausfordernder als weniger intime Themen.

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Das Wichtigste zuerst: Das Thema Sex kam tatsächlich nur einmal wirklich zur Sprache – also der Akt als solches – aber es ging um Delfine, die sich vor einem Spiegel paarten. Das konnte ich natürlich fröhlich und ohne Zensurbalken darstellen. Und dann hat Hans Förstl auch noch die Kunstgeschichte hinzugezogen und über die versteckte Sexualität in den Bildern Alter Meister gesprochen. Sehr cool.

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Wie immer habe ich viel gelernt und da meine Familienmitglieder in der Regel leider nicht das Alter erreicht haben, in dem Demenz normalerweise ausbricht, bin ich absolut unerfahren im Umgang mit dementen Menschen.

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Es gibt von dem großartigen Grafiker Horst Janssen eine Zeichnung, die einen der typischen Radiergummis in blau und rot zeigt, versehen mit dem Spruch „Hier ruht, in Gott, eine Bleistiftzeichnung“. Das kam mir wieder in den Sinn, als ich mir überlegt habe, wie ich denn Demenz darstellen könnte. Während meines Kunststudiums war es für mich ein Mahnmal an meinen Perfektionismus, der gerne alles auslöschen wollte, was nach meiner Ansicht nicht gelungen war. Wenn man sich nun – übertragen – überlegt, wie dramatisch der Prozess ist, der durch Alzheimer und Demenz dazu führt, dass eine ganze Persönlichkeit, die Erinnerungen und Erfahrungen eines langen Lebens einfach ausradiert und die damit unwiderbringlich verloren sind, macht mich das einfach betroffen und fassungslos. Bei ein wenig weiterer Beschäftigung war auch schnell klar, dass ich weit aus nicht die erste war, die den Radierer als Hilfswerkzeug zur Verbildlichung von Demenz genutzt habe, aber das ist ja auch nicht das erste mal.

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Es gab nach den Keynotes, die sehr spannend waren, anschließend eine sehr lebhafte Fishbowl Diskussion, die angeregt das gerade Gehörte, die eigenen Erfahrungen aber auch neue Gedanken aufgriffen. Die Stimmung war sehr angenehm und aufgeweckt. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht alles am Ende zusammen zu fassen.

Diesmal musste ich wieder mit dem IPad ran und merke, dass – auch wenn ich meinen Teilnehmern immer sage, dass der  Perfektionismus für die Zeit des Workshops in die Cafeteria gehen kann – ich selbst meine schlechteste Teilnehmerin bin. Ich ziehe Papier und Stift dem IPad immer noch vor, weil dann alles etwas ordentlicher aussieht, ich die Schrift besser hinbekomme und überhaupt. Andererseits hat die Möglichkeit mal eben einen Schritt rückgängig zu machen auch absolut etwas.

Die Veranstaltung war schon im Februar, aber ich komme – wie schon so oft gesagt – nicht immer zeitnah dazu meine Sachen zu zeigen.

Workshop – alles neu macht der Mai – na ja, der Juni – o.k. eigentlich das TRANSFORMATIONSWERK

neuwaerts academy screenshot

Ich bekomme regelmäßig Anfragen, ob ich nicht auch Workshops anbiete. Im Prinzip schon, denn ich finde es extrem toll Menschen für das Thema Visualisierung zu begeistern und ihr kreatives Selbstvertrauen zu stärken. Außerdem unterrichte ich bereits seit fast 20 Jahren in der Erwachsenenbildung und es macht mir sehr viel Spaß.

Inhouse-Schulungen sind kein Problem, aber selbst einen Workshop zu organisieren ist ein ziemlicher Zeitaufwand und wurde, bedingt durch meine anderen Aufträge zunehmend schwieriger. Neben der Kommunikation mit den Teilnehmenden – was ja der nette Part ist – muss man sich ja auch um alle formalen Angelegenheiten kümmern. Angefangen vom Raum über Termine, rechtzeitige Stornofristen, Haftungsausschlüsse, Materialien bestellen,… dafür fehlt mir schlicht die Zeit und an manchen Stellen auch die Nerven.

Als Jörn Hutecker – seines Zeichens der Geschäftsführer der wunderbaren Agentur neuwaerts – mich vor einiger Zeit fragte, ob ich nicht Teil der TRANSFORMATIONSWERK Academy – made by neuwaerts – im werden wolle, habe ich nicht lange überlegt: Team, Atmosphäre, Räumlichkeiten und Professionalität haben mich längst an neuwaerts begeistert und so freue ich mich sehr, dass ich in den Kreis der Dozentinnen und Dozenten der Academy aufgenommen wurde.

Jetzt kann ich also ganz entspannt auf neuwaerts verweisen, wenn jemand von mir lernen will, wie man eine gute Flipchart gestaltet oder Sketchnotes gemacht werden und mich voll und ganz auf die inhaltliche Ebene konzentrieren. Das ist himmlisch und ich freue mich schon sehr auf die ersten Kurse. Der Ort: das TRANSFORMATIONSWERK in Hannover ist alleine schon die Reise wert und dieses geniale Umfeld wird erheblich dazu beitragen, dass die Kreativität nur so aus den Teilnehmenden herausfliessen wird. Hier bekommt Ihr ein paar Eindrücke vom Ort des Geschehens:

Im September und Oktober ist es soweit. Hier schon mal die nächsten Termine:

Flipcharts gestalten 03.09. und 06.10.

Sketchnotes 01.09. und 08.10.

Für weitere Informationen schaut einfach in der TRANSFORMATIONSWERK academy vorbei. Der Spaß kann beginnen und lernen wird man auch noch was.

Die Facetten der Macht – in-relation BeziehungsRaumEreignis

MACHT – „Das Wort „Macht“ entstammt der ältesten Sprachschicht des Deutschen, die in den indogermanischen Ursprachen wurzelt. Es hat bereits im Althochdeutschen Vorläufer, im Altslawischen und im Gotischen: „magan“. Seine ursprüngliche Bedeutung war das Können oder Vermögen eines Menschen, also das, was er zu tun vermag – im Gegensatz zum Akt, also dem, was er tatsächlich tut. Auch die lateinische Entsprechung „potentia“ bedeutet die Möglichkeit eines Menschen, etwas zu tun. Macht steht also in wesentlichem Zusammenhang zu unrealisierter Möglichkeit.“ Hohe Luft 6/2014 Das Geheimnis der Macht von Thomas Vasek und Tobias Hürter S. 27.

Als ich die Köpfe von In Stability vor einigen Wochen kennenlernte, war ich sofort begeistert. Da waren sieben Menschen in einem Raum versammelt, die mir vorkamen wie die personifizierten „10 faces of innovation“ von Tom Kelley. Ein Buch, das ich sehr mag, weil es Gruppenprozesse gut unter die Lupe nimmt – aber das nur am Rande und zurück zu In Stability. Wertschätzend, offen und konstruktiv haben wir über meinen Job bei einem geplanten Event gesprochen und ich habe mich sofort Willkommen gefühlt. Zwei Tage lang würde das Thema Macht & Management – Die Ohnmacht der Macht und die Macht der Ohnmacht im Zentrum des Geschehens stehen. Interessant vor allem wenn so ein Konzept von Persönlichkeiten geplant wird, die sich völlig zurecht Menschenzusammenbringer nennen.

Macht Ohnmacht

Mehrmals habe ich ja schon darüber geschrieben, wie gerne ich als stille Beobachterin an den Events, für die ich gebucht werde, teilnehme. Das liegt zumeist auch an den Themen. Manchmal sind die Veranstaltungen auf Bereiche orientiert, mit denen ich mich schon auf die ein oder andere Art beschäftigt habe, manchmal betrete ich visuell wie intelektuell Neuland und manchmal stelle ich fest, dass ich mich mit Themen schon beschäftigt habe, sie dann aber wieder aus meinem unmittelbaren Fokus verschwunden sind.

Zack waren die zwei Tage Mitte Mai auch schon da und es war wunderbar. Ich bin völlig erfüllt mit Gedanken, guten Gefühlen und Inspiration nach Hause gegangen, habe spannende Menschen kennengelernt und Visionäre erlebt, die die Welt tatsächlich zum Besseren verändern. Die Mischung aus Methoden und Input, aus vorgegebenen Gedanken und ausreichend Freiraum zum selber Denken kombiniert mit einem spektakulären Raum in der Schalterhalle des Anzeigerhauses in Hannover, haben mir das Gefühl gegeben Teil von etwas ganz Besonderem zu sein.

Das Thema, um das sich alles drehte war wie gesagt: MACHT und das hat es natürlich in sich. Drei Keynotes gab es und manchmal musste ich mich sehr zusammenreissen auch tatsächlich mit zu scribbeln anstatt nur völlig fasziniert den Redenden zuzuhören und mich wohlig in das Gehörte zu versenken und meinen eigenen geistigen Wege zu folgen, die sich dadurch auftaten.

Den Anfang machten Philipp und Vivica Bree. Er, der Visionär, der mit strahlenden Augen und jugendlichem Charme von seiner Leidenschaft für Taschen spricht, die ihm durch das elterliche Familienunternehmen BREE in die Wiege gelegt wurde. Sie, die an ihn glaubt und ihm den Rücken freihält, das Organisationstalent – die Managerin. Sie erzählen von Ideen und Inspirationen, von dem Wunsch etwas zu erschaffen, das für andere zu einem GELIEBTEN OBJEKT werden kann und für die Wichtigkeit von persönlichen Kontakten – auch und vor allem im Geschäftsleben. Was dazu führt, dass sie ihre komplette CI in die Hände eines Startups legen. Vertrauen kombiniert mit Mut. Wissbegier führt zum Wunsch nach überlegener Expertise, die durch Reisen erlangt wird. Ein langer Weg bis zum geliebten Produkt, mit Aufs und Abs und einem realen Produkt als Endergebnis. Die mitgebrachten Beispiele der pb 0110 Kollektion brachten wohl alle Frauenherzen zum schneller schlagen und Augen zum Leuchten – auch meine – so wunderbar minimalistisches Design – herrlich!

Bree BRE

Dann kam Marcus Johst, der Medien-Profi, der sich auf Krisenmanagement spezialisiert hat. Der weiß, was es bedeutet, wenn die Medien auf einmal ihrer Glaubwürdigkeit beraubt werden. Der über Wahrheit und die Verpflichtung zu selbiger spricht und die Selbstverantwortung der Leser ins Spiel wirft. Spannend. Auch wenn ich finde, dass man das Konsumieren von Nachrichten nicht mit Obst vergleichen kann, wo man auch nicht anprangern würde, wenn über dem Marktstand „Das beste Obst“ stehen würde und man sich keinesfalls eine ernstgemeinte Debatte über den Wahrheitgehalt liefern würde. Aber im Prinzip habe ich verstanden, was er damit meinte. Selbstverantwortlichkeit – wie gesagt. Ansonsten waren aber viele Denkanstösse, die ich persönlich absolut spannend fand. Vor allem meinte er, dass die Medien besser werden und vielleicht das Ende der Printmedien nahe ist, aber nicht das der alternativen, digitalen Form der Berichterstattung, deren Informanten mutiger sind als früher. Wir können gespannt sein.

Information

Und schließlich Hans Reitz. Der Mann hat mich völlig vom Hocker gehauen. Entspannt und ruhig hat er von seinem Leben erzählt und wie er manchmal fast zufällig Erfolg hatte, obwohl immer etwas anderes im Vordergrund stand. Er hat mit 12 Jahren sein erstes Gewerbe angemeldet um seiner Mutter zu helfen ihn und seine Geschwister über Wasser zu halten (er kratzt Kaugummis im örtlichen Kino vom Boden), hatte mit 18 schon diverse Firmen und ist dann nach Indien gegangen um Asiatische Musik zu studieren. Ist barfuß unterwegs und trommelt und landet bei Ogilvy. Hat dann seine eigene Agentur. Trifft Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus Will und gründet ein Unternehmen unterstützt ihn und überdenkt sein Leben. Hans Reitz will seinem Freund aus Kindertagen helfen für seine Kinder in Indien das Schulgeld zu bezahlen, indem er ein Cafe in seiner Wahlheimat Wiesbaden findet, das dessen Kaffee abkauft. Da er keines findet, kauft er eins, das binnen kurzem ordentlich Profit abwirft. Die gute Tat führt zum Erfolg und das ist nicht die einzige Geschichte dieser Art. Er will die Straße in Wiesbaden verschönern in der sein PERFECT DAY Cafe steht und zahlt seinen Kindern Geld damit sie Kaugummis anmalen. Nachts übermalt er hässliche Schmierereien mit kunstvollen Werken und dank ihm wird alles umstrickt was sich finden lässt und da es immer wieder Vandalismus am Strickwerk gibt, schickt er nachts die Wollpatrouille auf den Weg. Ach ja habe ich schon erwähnt, dass er der kreative Kopf hinter der Autostadt in Wolfsburg ist? Ich hätte noch Stunden zuhören können und es hätte auch noch Stunden zu erzählen gegeben, da bin ich sicher.

Gute Tat

Man könnte meinen das wäre schon genug des inspirierenden Inputs gewesen, aber dann gab es ja noch sieben BeziehungsEreignisRäume zu so spannenden Themen wie Wissen ist Macht oder Die Macht der Liebe oder oder oder. Es war grandios. Hier ein paar der Zusammenfassungen.

Umkehre übermächtig machtlos Macht Wissen Insignien Abschied Macht

Wie so oft hat auch diese Veranstaltung gezeigt, dass es der Fähigkeit vernetzt zu denken und somit Horizonte zu erweitern, gut tut, wenn man auch mal etwas jenseits der Kernbereiche Informationen sammelt und Autoren liest, die aus ganz anderen Richtungen kommen. So gab es an diesem Tag nicht nur StarWars und die helle und dunkle Seite der Macht, ein zauberhaftes Märchen über einen Zirkuselefanten, sondern auch Denkanstösse von Byung-Chul Han, von dem ich vor längerer Zeit mal das Buch Duft der Zeit – Ein philosophisches Essay über die Kunst des Verweilens gelesen habe und den ich ganz spannend finde. Der Philosoph hat nämlich auch das Thema Macht durch seine gut ausgebildeten Gehirnwindungen getrieben und dazu sogar ein Buch geschrieben. So was mag ich gerne und es regt mich an. Außerdem habe ich mich gerade mit Luhmann beschäftigt und auch bei ihm findet man die Beschäftigung mit dem Thema Macht. Macht ist überall und wahnsinnig vielseitig. Und weil Martin Mirbizaval nicht nur meine Werke (einen Teil seht Ihr oben) sondern auch mich fotografiert hat, hier auch noch ein paar Impressionen von meiner Arbeit.

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Und zu guter Letzt: ich habe an den beiden Tagen dreimal Darth Vader und Meister Yoda gemalt. SF-Fan was will man mehr.

 

BVMW Rüdiger Nehberg – Survivalpapst und mehr – vor allem mehr!

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Diesmal hat sich der BVMW selbst übertroffen. Normalerweise sind die eingeladenen Redner natürlich eloquente und erfahrene Sprecher, die zu Themen rund ums Unternehmen Input geben. Beim 12. Business-Treff kam dann Rüdiger Nehberg. Klar kannte ich den, das war doch der Mann, der in meiner Jugend immer mal wieder im Fernsehen war und zeigte, wie man ohne irgendwas in der Natur überleben kann. Da ich noch nie ein wirklicher Outdoor-Fan war und mir der von meinen Eltern innig geliebte Camping-Urlaub auf Fehmarn die Frage auferlegt hat, ob ich vielleicht adoptiert wurde, war das nicht wirklich meine Baustelle. Ich lebe in der Hoffnung, dass ich niemals in die Situation komme, mehr als einen halben Tag in der freien Natur alleine überleben zu müssen. Deswegen waren meine Erwartungen offen, dachte ich doch, dass er wahrscheinlich das Überleben in der Wildnis mit Managementqualitäten verknüpfen würde und harrte eines unterhaltsamen Abends.

Was dann jedoch kam war überwältigend. Rüdiger Nehberg kam auf die Bühne und erzählte von seinem Leben. Von den Anfängen als Bäcker – mit einer Leidenschaft für Karikaturen aus Marzipan, coolen Slogans („Es gibt schlechtere“) und einer Kampagne Pro Kuchen, der die Zähne nicht krank machen würde, was nämlich nur auf schlechtes Putzverhalten zurückzuführen sei und schon erntete er einen Lacher nach dem anderen und die Anerkennung für sein offensichtlich angeborenes Marketingtalent. Natürlich kam dann auch die Episode seines Lebens in der er sich mit dem Überleben in Extremsituationen auseinandersetzte. Von der Kletterwand in der Backstube bis hin zum Geschmack von Insekten, 1000 km Märsche ohne Nahrung durch Deutschland und dem Wildschweinfangen mit der Hand. Doch dann folgte der Menschenrechtler Nehberg, der von Geschehnissen erfährt, die er nicht tolerieren kann und der was macht. Und wie er macht. Mit einer Leidenschaft und Vitalität setzt er sich konsequent gegen Missstände ein, die so doch nicht sein können und dürfen.

Während er erzählt ist der ganze Raum still, alle sind fasziniert von dieser Agilität, diesem konstruktiven Zorn und diesem unbändigen Willen zur Veränderung. Er erzählt wie sehr ihn die Situation der Yanomami-Indianer in Brasilien berührt hat, die von mafiösen Goldsuchern bedroht, vertrieben oder umgebracht werden. Das berührte jeden, aber Rüdiger Nehberg macht dann was dagegen. Und wenn es zwanzig Jahre dauert, er seine Seekrankheit überwinden muss und Nahtoderfahrungen beim Kampfschwimmertraining über sich ergehen lassen muss um sein Ziel zu erreichen, nimmt er das in Kauf. Freunde werden vor seinen Augen umgebracht und auch sein eigenes Leben ist mehr als einmal in Gefahr – aber mit dem Ziel im Blick überwindet er alles und schafft es. Der Schutz der Indianer wird auf Regierungsebene gehoben und durch seine spektakulären Aktionen (zum Beispiel drei Atlantiküberquerungen in Tretboot, mit Floß und massivem Baumstamm) gelingt ihm das Unmögliche: ein Mann bewegt ein ganzes Land. Wenn man jetzt denkt, dass es das war, weit gefehlt. Das nächste Unding ist schnell gefunden: die Beschneidung der Frau. Er mobilisiert Sultane, Hardliner und Muftis und schafft eine Sensibilität und Wahrnehmung auf oberster Ebene. Jetzt gilt es das Wissen, dass die Beschneidung der Frau von den höchsten religiösen Führern als Verbrechen am Koran, gegen die Ethik des Islam angesehen wird bis in die hintersten Winkel zu bringen und die alten Traditionen zu durchbrechen und ihre Ausführenden zu überzeugen, die diese scheusslichen brutalen Rituale bis heute für wichtig erachten. Bis heute kämpft er darum, dass Mädchen in Afrika nicht mehr beschnitten werden. Am Ende seines Vortrags erwähnt er seinen aktuellen Lebenstraum, ein Banner in Mekka so dass für alle Gläubigen sichtbar wird, dass Beschneidungen Sünde sind. Dabei erwähnt er, dass ihm nicht mehr so viel Zeit bleibt, denn immerhin ist er ja schon 81 Jahre alt. Ich bin fassungslos. Dieser inspirierende Wirbelwind soll 81 sein? Nicht zu fassen.

Wenn Ihr wollt, werdet Mitglied in seinem Verein Target. 15 Euro Jahresbeitrag für eine so gute Sache. Ansonsten findet man unter dem Link www.target-nehberg.de auch noch weitere Informationen.

Rüdiger Nehberg hat mir im Anschluß an die Veröffentlichung eine zauberhafte Mail geschrieben. Neben wunderbaren Worten des Lobes und Dankes hat er mich auf zwei Dinge in meiner Sketchnote hingewiesen:

Erstens: Ich habe Kamele gezeichnet, es müssten aber Dromedare sein, da Kamele in Asien beheimatet sind und bei der Karawane der Hoffnung natürlich nur einheimische Tiere mit von der Partie sind. Denkt Euch bitte einen Höcker weg 😉

Zweitens: Da ich mich nicht gut mit Wasserfahrzeugen auskenne, ist mir auch hier ein Fehler unterlaufen. Denn ich bin davon ausgegangen, dass ein Einbaum ein Baumstamm ist, den man ins Wasser schmeisst und dann geht es los. Tatsächlich ist ein Einbaum ein Boot, dass man aus einem einzigen Stamm gehauen hat. Rüdiger Nehberg hat aber den Atlantik tatsächlich auf einem echten Baumstamm überquert. Ein Unterschied, der die ganze Aktion noch beeindruckender macht. Da ich es im Moment nicht schaffe, die Zeichnung neu zu machen, diese schriftliche Korrektur.

Sudelbuch – Kultur versus Natur oder was Englische Landschaftsgärten mit meiner Vision eines guten Unternehmens zu tun haben

kultur versus Natur

UNTERNEHMENSKULTUR     |    WERTEKULTUR      |     FÜHRUNGSKULTUR     |     MITARBEITERKULTUR

Manchmal habe ich das Gefühl, der Kulturbegriff wird im Moment für alles genommen, was bei drei nicht auf den Bäumen ist. Als jemand mit einem Kulturwissenschaftlichem Hintergrund ist bei mir damit ein gemischtes Gefühl verbunden. Einerseits freut es mich, dass auf diese Art KULTUR in aller Munde ist, andererseits frage ich mich ob gewachsene Kultur nicht ein Widerspruch ist. Kultur steht für etwas, das von Menschenhand geschaffen wurde. Ist Gewachsenes nicht doch mehr dem Naturbegriff angegliedert – zumindest auf den ersten Blick? Kann es gewachsene Kultur geben? JA, finde ich. Es gibt gute Beispiele für gewachsene Kulturen.

Ich bin überzeugt, dass die Unternehmen, die einen Kulturwechsel anstreben im Prinzip wollen, dass ihre Firma einem Englischen Landschaftsgarten gleicht, der zwar von Menschenhand angelegt wurde, dem man das aber – im besten Fall – nicht ansieht und der alle Menschen mit dem Geist der Aufklärung erfüllt, sie ein Sapere Aude einatmen lässt und sie frei lässt sich in den Gefilden des Parks zu tummeln und für ein gutes und produktives Wachstum ihr Bestes zu geben. Was viele Führungskräfte allerdings machen, ist ihre Kultur in einen Barockgarten-Konzept zu zwingen. Während man durch den Englischen Landschaftsgarten schlendern möchte, sich auf eine der Wiesen legen will oder einfach nur das Auge durch schöne Blickachsen schweifen lassen will, ist der Barockgarten bis ins kleinste Detail ausgefeilt und man würde nie wagen, die vorgegebenen Wege zu verlassen, geschweige denn sich einfach irgendwo zum Verweilen hinzulegen. Rein auf Aussensicht konzipiert ist der Barockgarten pitturesk und ausgeklügelt, jeder der ihn sieht ist beeindruckt, aber er lebt und wächst nicht in der gleichen Art wie der Landschaftsgarten.

Gelegentlich schießt mir bei Diskussionen zum Thema Unternehmenskultur dieses Bild durch den Kopf.

Wer unterhaltsame Lektüre zu Thema Landschaftsgärten sucht, dem sei Hermann Fürst von Pückler-Muskaus Werk Andeutungen über Landschaftsgärtnerei ans Herz gelegt.

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SUDELBUCH

Georg Christoph Lichtenberg und Kurt Tucholsky führten Sudelbücher in denen sie alles notierten was ihren eigenen Gedanken entsprang, was sie lasen, sahen oder hörten. So wuchs eine Sammlung von Worten, Zitaten, Aphorismen, Gedanken, Ideen und vielem mehr. Ich habe ebenfalls ein kleines Sudelbuch in das ich Notizen schreibe zu allem was mir durch den Kopf geht. Ab und zu gibt wird es auf dieser Webseite einen kleinen Einblick geben

Collaborative Company – Orte an denen man gerne arbeiten möchte

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Ich bin mit vielen Menschen einer Meinung, die ich in den letzten Monaten gehört oder gelesen habe: Wir leben in einer spannenden Zeit. Als ich mich 2014 für ein Leben fernab des klassischen Angestelltenverhältnisses entschieden habe, war das für mich noch nicht so klar sichtbar.

Besonders die Veränderungen in den Unternehmen bezogen auf Mitarbeiterbindung und Flexibilität klangen vor zwei Jahren noch wie urban legends, die sich aus siebter Hand verbreiteten. Ich kenn jemanden, der jemanden kennt, der jemanden kennt, der in einem völlig coolen Unternehmen arbeitet. Der kann im Sommer auch in den Park und mit Laptop auf dem Bauch in der Sonne arbeiten und die haben ein eigenes Fitness-Studio, zweimal in der Woche kommt der Masseur und es gibt einen Sternekoch, der die Kantine betreibt. Außerdem bekommt man viel Anerkennung und Feedback und die eigenen Ideen werden ernstgenommen. Hinzu kam, dass es in diesen märchenhaften Firmen auch noch eine so freundliches Mitarbeitermiteinander gab, dass im Prinzip Jeder Jeden lieb hat und es keine typischen Konflikte oder Antipathien zu geben schien, die ich aus allen meinen bisherigen Berufserfahrungen (sei es bei einem Unternehmen mit mehreren tausend Mitarbeitern oder einem mit 35) kannte. Weil man halt drauf achtet, dass – wie mein Steuerberater so treffend zu sagen pflegt – die Nasen zusammenpassen. Das klang alles zu schön, um wahr zu sein.

Besonders in den ersten Monaten meiner Selbständigkeit, wenn ich mit Freunden zusammensaß, die von den Firmen erzählten, in denen sie arbeiten, dachte ich insgeheim, „Wat bin ich froh, dat ich nicht da arbeite.“

Heute bin ich immer noch froh, dass ich meine eigene Chefin bin und völlig autark Entscheidungen treffen kann, aber ich habe zwischenzeitlich auch einige Unternehmen kennengelernt, die ich wirklich spannend finde und bei denen der Playground nicht bloße Fassade ist, sondern gelebt wird.

In dieses Bild des Wandels passt auch mein Engagement von der Firma VEDA für die Personal Süd Messe in Stuttgart. VEDA ist nicht nur eine Firma die Software entwickelt, die den unternehmerischen Alltag erleichtern soll und eine Lösung für etwas bietet wofür man sonst mehrere miteinander verknüpfen musste, sondern sie haben auch verstanden – was ich sehr cool finde – dass es nicht ausreicht Firmen eine Software zu entwerfen und zu installieren, sondern, dass eine solche Veränderung auch mit einem Wechsel der „Lebensweise“ des Unternehmens einhergehen muss. Was braucht es also für den reibungslosen Start in die Zukunft: Klar die Software aber auch eine Beratung, wie man das ganze nachhaltig und für alle transparent und verständlich im Unternehmen implementiert. Beides bietet VEDA und die Kombi macht für mich sehr viel Sinn.

Was war meine Aufgabe: VEDA lud ein, einen Check des eigenen Unternehmens zu machen, wo es noch Baustellen auf dem Weg zum Kollaborativen Unternehmen gibt. Denn einig sind sich alle, dass bei den meisten Firmen die Kollaborative Struktur, die produktivere, kreativerer und profitablere Variante ist. Während Philipp Drüssler von VEDA Fragen stellte, habe ich eine Sketchnote für das Unternehmen gezeichnet und mit einem kleinen Baukran symbolisiert, wo Bedarf festgestellt wurde.

Der Stand von VEDA war wirklich der schönste und coolste Messestand an dem ich je war. Mit Sofa-Wohnzimmerecke inklusive Teppich und Lampen, Bürobereich und Kaffeebar mit wirklich guten Cappuccino und Cantuccini. Das Messe-Team war super nett und so hat es viel Spaß gemacht. Um 9 Uhr ging es los und so habe ich von 9 bis zum Ende eine Sketchnote nach der nächsten zu Papier gebracht.

Oben seht Ihr übrigens, die Sketchnote, die ich im Vorfeld für VEDA gezeichnet habe und die überall am Stand präsent war. Das bauchpinselt natürlich mein Sketchnoter-Ego 🙂

Da die Sketchnotes auch bei den Besuchern sehr gut angekommen sind, werde ich auch bei der Zukunft Personal im Oktober wieder für VEDA zum Stift greifen. Ich freu mich schon drauf.

Das CCCamp in Hamburg zum Zweiten

cccamp_sketchnote_16„Wie schade, das war’s schon wieder,“ dachte ich, als das zweite Corporate Culture Barcamp in Hamburg zu Ende ging und alle in große Verabschiedungsszenen ausbrachen. Es waren so kurzweilige und spannende eineinhalb Tage, dass die Zeit wie im Flug vergangen ist.

Mal wieder zeigt es sich, dass die partizipativen Formate nix ohne gute Teilnehmende wären. Wenn die nun aktiv ihr Wissen, ihre Erfahrungen (im Guten wie im Schlechten) in die Schale werfen, wird dadurch der Fokus eines Barcamps ganz klar beeinflusst. Waren im letzten Jahr Recruiting, Employer Branding und Schlagworte wie Lean, Agile und Scrum, wenn überhaupt, nur ganz am Rand oder in den Kaffeepausen Thema, waren sie in diesem Jahr deutlich in den Mittelpunkt gerückt. Ich sammel jetzt schon wieder fleissig Worte für meine Jahreszusammenfassung. Ein deutlicher Fokus scheint wirklich auf das Wohlbefinden der Mitarbeiter zu rutschen. Und wie ich gesehen habe, nicht nur auf dem Papier sondern auch im gelebten unternehmerischen Alltag.

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Gelebte Werte ist daher das nächste Schlagwort auf das ich im Moment auf den verschiedenstenen Veranstaltungen oder Sessions stosse. Aber auch Kolloborieren. Hierarchien sind da auf jeden Fall ein Wort und in einer Zeit wo nicht nur Personalentwickler, sondern auch Unternehmer Frederic Lalouxs Reinventing Organisations lesen, wo Holocracy auf einmal nicht nur eine fixe Idee zu sein scheint und die Kombination von volatil, agil und Unternehmen kein Problem mehr darzustellen scheint, ist ein Barcamp zum Thema Unternehmenskultur und Werte ein um so faszinierenderes Ereignis.

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Auch in diesem Jahr wurde ich nicht enttäuscht und liebe meine Rolle als stille Beobachterin, die wie ein Schwamm alles aufsaugen kann und dann zu Papier bringt, was ich wahrnehme, höre und sehe. Ich habe einfach den besten Job der Welt 🙂

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Dieses Jahr waren auch einige Teilnehmende auf Sessions vorbereitet und hatten schon Materialien mitgebracht, nicht wissend ob ihr Vorschlag ausgewählt wird. Das fand ich bemerkenswert auf eine beeindruckte Art und Weise.

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Was ich gelernt habe:

  • Barcamps zu konkreten Themen sind eine feine Sache. Geballte Kompetenz und vielseitiges Wissen – zwei Tage lang – großartig.
  • Vernetztes Wissen und Perspektivenwechsel tut jedem Thema und vielen Menschen richtig gut.
  • Der Anteil englischer Worte in ansonsten deutschgebauten Sätzen ist ordentlich gestiegen, was drollig klingt. Ich bin mal gespannt wohin da die Reise geht. Zum Beispiel das Einstellen von Mitarbeitern wird inzwischen als Onboarding bezeichnet (Entlassen=Offboarding). Ich habe verstanden, dass da noch mehr zu gehört, aber trotzdem fand ich es bemerkenswert.
  • Fehler scheinen nicht mehr tot geschwiegen zu werden – ich steh nämlich auf eine gute Fehlerkultur und musste bislang feststellen, dass es damit in vielen Unternehmen eher mau aussieht
  • Es gibt Worte, da wird man schwer eine gemeinsame Definition finden: Werte, Unternehmenskultur,… Die Diskussion über die Definitionen birgt aber eine grobe Ahnung über das abgedeckte Spektrum hinter den Begriffen inklusive des darin enthaltenen Konfliktpotentials.
  • Eine Session ist genug für ein ordentliches protokollierendes Graphic Recording. Diesmal war es viel weniger stressig für mich, weil ich, bis auf einmal, immer im gleichen Raum war und nicht parallel zwei oder drei Sessions zu Papier bringen wollte.
  • Die Teilnehmer waren alle wohlwollend und obwohl teilweise sehr unterschiedliche Meinungen aufeinander geprallt sind, gab es keine aggressiven Konflikte sondern nur lebhafte Diskussionen. Das Format Barcamp hat eine eigene Gruppendynamik, die das, wie ich finde, gut steuert.

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Mir hat es wieder viel Spaß gemacht. Die Räume in der GLS Bank über den Dächern von Hamburg, mit Bienenstock auf der großen Dachterasse und Blick bis zur Elbphilharmonie waren sensationell und die große Teilnehmerschar (über 50) war abwechslungsreich und kreativ. Inspirierende Menschen mit coolen Firmennamen (Wollmilchsau GmbH oder Mindlounge) trafen Menschen von großen Unternehmen (Lufthansa, Axa, ÖTMV) und es wurde auf Augenhöhe, offen und sehr engagiert ausgetauscht. Ich freu mich jetzt schon aufs nächste Jahr.

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Wenn Ihr mehr erfahren wollt, oder nächstes Jahr selbst dabei sein möchtet: Hier der Link zum Camp.

Das Leben ist zu kurz für schlechte Lektüre – eine Eloge auf die HOHE LUFT

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Ich lese gerne und wann immer es die Zeit und der Füllstand meines Kopfes zulassen und ich liebe schön gemachte Publikationen. Dabei habe ich so manchen Trend mitgemacht und bei anderen musste ich passen, weil ich da einfach nicht zur Zielgruppe gehöre. Manchmal bekomme ich einen Rappel und krame Klassiker raus (zuletzt Dumas Drei Musketiere YEAH) aber meistens fehlt mir die Zeit einen anspruchsvollen Roman am Stück zu lesen.

Da ich, wie gesagt, trotzdem gerne lese, schaffen Zeitschriften und Magazine da Abhilfe. Bedingt durch meine Tätigkeit verbringe ich nämlich viel Zeit auf Bahnhöfen und mein liebster Ort dort ist immer das Zeitschriftengeschäft. Besonders auf großen Bahnhöfen hat es was vom Betreten einer eigenen neuen Welt und man entdeckt unzählige bis dato unbekannte Mainstream-Veröffentlichungen aber auch Nischenprodukte, Fachmagazine für Orchideenfächer und und und. Inzwischen haben sich für mich dabei viele Nieten gezeigt: Es gibt eine Flut von, meiner Meinung nach, sprachlich lieblos heruntergeschriebenen, typografisch langweilig gesetzten und inhaltsleeren Verschwendungen von Ressourcen und Zeit. Aber es gibt auch ab und an diese Kleinode, die sofort einen wunderbaren Prozess aus Vernetztem Wissen und Inspiration, Wissbegierförderung und kribbeligem Denkstart in Gang setzen, dabei noch visuell ansprechend gemacht und rundherum gelungen sind. Solche Funde sind für mich vergleichbar mit dem Glücksfall, dass das Album eines Musikers, den man mag insgesamt großartig ist, ohne die ein zwei Stücke, die man eigentlich immer überskippen möchte.

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Ähnlich wie Menschen, teile ich auch Zeitschriften daher in zwei Lager: Die mit denen man Zeit verbringen möchte, weil es unterhaltsam, inspirierend, authentisch und sympathisch ist und vor allem weil es nie langweilig wird und eben die anderen. Wenige Glücksfälle fallen in alle erstgenannten Kategorien und die sollte man versuchen, um sich zu haben – was natürlich vor allem auf die Menschen zutrifft, aber auch bei der Lektüre enorm bereichernd sein kann.

Die HOHE LUFT ist nun die magazingewordene Variante des Besten aus den Bereichen: Spannende Themen, Denkanstösse, Inspiration und unterhaltsame Wissensfüller. Sie kombiniert historisch Interessantes aus der Welt des Denkens mit tagesaktuellen Themen. Dazu ist sie noch sprachlich so gut, dass ich manche Sätze nur um des Satzbaus und der verwendeten Worte willen mehr als einmal lese und denke: Deutsch müsste man können.

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Manchmal habe ich den Eindruck, die Redaktion liest zu 90% Bücher, die ich auch lesen würde, wenn ich erstens mehr Zeit hätte und zweitens – was entscheidender ist – überhaupt wüsste, dass es sie gibt und packt ihre Quintessenz so zusammen, dass es konsumentenfreundlich meine Synapsen aus dem Winterschlaf holt und in eine andere Atmosphäre schiesst. Ihr merkt: Ich liebe diese Zeitschrift und kann immer kaum abwarten, bis das nächste Heft erscheint.

Das ist übrigens erst wieder im Mai der Fall aber bis dahin bekommt Ihr sicherlich noch die Gelegenheit das aktuelle Heft zu ergattern. Eine ernst gemeinte Empfehlung!

 

Pechakucha Night in Göttingen und ich durfte das Poster gestalten

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Pechakucha ist ein Format, dass mir sehr entgegen kommt. Im Rahmen meiner früheren Tätigkeit habe ich gefühlte tausend PPT- Präsentationen über mich ergehen lassen müssen. Einer Folter gleich kommend wurden dort 12 Punkt Times New Roman Bleiwüsten mit den vom Programm vorgegebenen Formatvorlagen kombiniert und das ganze wurde dann im schlimmsten Fall, zur Wand gedreht 1:1 vorgelesen. Ich merke wie ich allein beim Schreiben darüber müde werde.

Pechakucha ist anders und wenn es gut gemacht ist, ist es einfach nur toll. 20 Folien jeweils 20 Sekunden = 6 Minuten und 40 Sekunden. Die – selbst im Falle, dass es schlecht ist – endlich sind. Ist der Vortragende im Flow und hat ein Händchen für gute Bilder ist es ein Augen- und Ohrenschmaus und macht einfach Spaß.

Ich freu mich jedenfalls, dass ich für die nächste Pechakucha-Night in Göttingen nicht nur das Plakat gestalten durfte sondern auch vor Ort sein kann, denn es ist mein Geburtstag und das ist eine super Koinzidenz. Wenn Ihr Interesse habt, schaut doch mal auf der Facebook Seite nach. Da findet Ihr dann auch zukünftig die Termine der nächsten Nächte des unterhaltsamen Vortrags.

Sketchnotelovers bei der zehnten re:publica

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Nachdem ich ja im letzten Jahr wirklich begeistert über die Qualität der Talks und die Riesenmenge an Wissensgewinn war, die ich nach drei Tagen umzingelt von kreativen, intelligenten und umtriebigen Geistern erfahren habe, werde ich auch in diesem Jahr wieder an der re:publica teilnehmen. Ich freu mich schon sehr und bin gespannt, was ich diesmal wieder alles lernen, hören, sehen und erleben werde.

Positiver Nebeneffekt: Die Hamburger Vizthinker machen ja wieder den Input zum Thema Sketchnotes und da das Ganze in Berlin stattfindet, werden sich zumindest Teile der Vizthink Organisatoren endlich mal wieder persönlich treffen. Juchu & das Leben ist schön.

BVMW Wolfgang Bachler und das Cobraprinzip – oder was Führungskräfte von einer Anti-Terroreinheit lernen können

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Der BVMW Niedersachsen bietet Abwechslung, wenn es um die Vorträge bei den alle zwei Monate stattfindenden Business Meetings geht. Seit ich dabei bin, gab es bereits das Thema Respekt, Meisterlich Führen und nun den ehemaligen Leiter einer Anti-Terroreinheit aus Österreich, Wolfgang Bachler, der die Prinzipien, die er bei Geiselnahmen und anderen brisanten Einsätzen verwendet hat, kurzerhand auf die Führung eines Unternehmens übertragen hat und nun mit dem Coba-Prinzip in eine handliche Form gebaut hat.

Das Thema Führen ist in meinem Job allgegenwärtig. Manchmal subtil oder als ein Thema von vielen, manchmal, so wie hier, sehr offensichtlich und Augenmerk Nr. 1. Dabei ist mir aufgefallen, dass es eine deutliche Diskrepanz zwischen Theorie und Praxis gibt. Ähnlich wie bei Projektmanagement – wo es viele wunderbare Modelle und Strukturvorgaben gibt, aber es viele Firmen in der Realität nicht schaffen, genügend Zeit aufzubringen, um die Theorie umzusetzen und so bleibt man bei den altbewährten, tlw. sogar langatmigeren Varianten, weil man es nicht schafft tabula rasa zu machen und nochmal neu anzufangen. Gleiches beobachte ich beim Thema Führung: alle Firmen wollen was für ihre Mitarbeiter tun, wollen ein guter Arbeitgeber sein etc. Wenn es dann aber um die Umsetzung geht, werden keine Mittel zur Verfügung gestellt. Und mit Mitteln meine ich sowohl Geld als auch vor allem Zeit.

Wenn man sich die Ideale von guter Führung anschaut, wäre man dann nicht selbst gerne bei einer solchen Chefin oder einem solchen Chef angestellt? Ich bin im Moment so glücklich meine eigene Herrin zu sein, dass ich mir die Frage nicht mal rhetorisch stelle, aber generell sollte man sich überlegen, wie man Deutschland, das ja zu einem großen teil ein Land der Dienstleister und Denker ist, zu einer interessanteren Führungsphilosophie verhelfen kann.

Design Thinking Workshop auf der Hannover Messe

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Mein Interesse an dem Thema Design Thinking ist viel älter, als mein Wissen, dass es Design Thinking als Begriff und feststehenden Ansatz überhaupt gibt.

Wenn man im kreativen Umfeld tätig ist, fragt man sich wahrscheinlich automatisch: Wie kommt es eigentlich zu einer Idee und gibt es irgendwas, das ich tun kann, um das ganze aktiv zu fördern? Also habe ich vor vielen Jahren angefangen, alle mehr oder weniger hilfreichen und schlauen Bücher zum Thema Ideenfindung, Kreativitätssteigerung und Innovationsförderung zu verschlingen. Schliesslich verdiene ich mein Geld damit, schnell Ideen zu haben um diese dann in Logos zu packen oder die passende Zeichnung zum Gehörten zu Papier zu bringen.

Angefangen hat es, dass ich mich mit Brainstorming beschäftigt habe, dann kamen Mindmaps dazu und bereits im Studium habe ich angefangen kleine Symbole für häufig wiederkehrende Begriffe zu verwenden, anstatt das Wort immer auszuschreiben.

Design Thinking Sketchnote TanjaAls der Begriff Design Thinking immer häufiger in den unterschiedlichsten Kontexten auftauchte, war ich natürlich neugierig und dachte dann: o.k. das ist die Quintessenz aus fast allem was ich vorher gelesen und ausprobiert habe. Cool, jetzt hat das ganze Panoptikum des Wissens also einen Titel bekommen. Fortan war es dann noch einfacher an Informationen zu kommen und ich habe an diversen Workshops teilgenommen, sei es als Teilnehmerin oder als Graphic Recorderin, in denen Design Thinking angewendet wurde.

Ein wesentlicher Punkt der ganzen Idee ist es, das was im Kopf ist auch auf Papier zu bringen und ich bin fest davon überzeugt, dass Sketchnotes eine perfekte Methode sind um Gedachtes in Sichtbares zu transferieren.

Daher habe ich mir einen Workshop überlegt und mich bei der HannoverMesse beworben. Letztes Jahr war ich ja bereits dort als Graphic Recorderin unterwegs und fand sowohl das Publikum als auch die Workshops sehr interessant.

Hier also der Workshop Ankündigungstext:

Das Beste aus zwei Welten: Design Thinking & Sketchnotes

Design Thinking ist in aller Munde und scheint die Lösung von Innovationsblockaden in Unternehmen und Teams zu sein – auf dem Papier zumindest. Doch die beste Theorie hilft nur, wenn die praktische Anwendung gelingt und da hapert es oft am richtigen Werkzeug um kreative Gedankengänge und Ergebnisse nachhaltig und für alle verständlich festzuhalten. Abhilfe schafft hier die Technik der Sketchnotes, mit reduzierter Komplexität und individueller Bildsprache. Sketchnotes kann jeder Mensch lernen, der interessiert und bereit ist, sich auf das Visuelle einzulassen. Eine künstlerische Begabung ist – entgegen der üblichen Vermutung – nicht nötig.
Der Workshop bietet eine Mischung aus Theorie und Praxis: zunächst wird das Thema Design Thinking und einige gelungene Praxisbeispiele vorgestellt. Der praktische Teil im Anschluss erklärt und vermittelt Grundlagen der Methode der Sketchnotes, anhand derer Design Thinking gewinnbringend in die Praxis umgesetzt werden kann.

Vielleicht sehen wir uns ja am 29.04. in Hannover auf der Messe 🙂

Virtuelle Ausstellung mit Sketchnote

Virtual ExhibitionEine der interessantesten Dinge an meiner Tätigkeit ist die Vielfältigkeit der Themen, mit denen ich zu tun habe. Oben seht Ihr eine Mischung aus meiner Arbeit als Grafik Designerin (die Icons) und meinen Handgezeichneten Vorlieben. Die Kombi aus beiden Sachen ist sehr reizvoll gewesen zumal klar war, dass es eine Farbigkeit bei den Buttons geben sollte aber nicht bei der hinterlegten Sketchnote.  Da konnte ich mich typographisch dafür ein wenig austoben. Wer sich für Biodiversität, Biomasse und Erneuerbare Energien interessiert, findet hier den Link zur Ausstellung.

CCCamp zum Zweiten Mal

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Nach der tollen Veranstaltung 2015 gibt es auch in diesem Jahr wieder das CCCamp zum Thema Unternehmenskultur in Hamburg. Ich bin wieder dabei, nicht nur weil ich das Logo entworfen habe, sondern auch weil ich wieder als Graphic Recorderin dabei sein kann. Das freut mich sehr und da ich inzwischen Hamburg wirklich ins Herz geschlossen habe, freut es mich auch, dass es wieder in Hamburg stattfindet. Wer mehr erfahren will, dem sei wieder der Blog ans Herz gelegt. Den findet man hier, ebenso wie Impressionen vom letzten Barcamp. Ich freu mich drauf. Tickets gibt es ab heute!!!

SAP ruft aus dem Silicon Valley an und ein Schritt raus aus der Komfortzone führt nach Berlin

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Manchmal bin ich noch überrascht, dass ich tatsächlich mit etwas, dass ich sooo gerne mache, meinen Lebensunterhalt bestreite. Bei einer Veranstaltung, auf der ich Anfang des Jahres war, wurde in den Saal gefragt, wer von den Anwesenden denn wirklich 100%ig zufrieden mit seinem Job ist. ICH!!! Habe ich gedacht. Damit scheine ich zu einer kleinen Minderheit zu gehören. Warum ich liebe was ich tue? Das liegt zum einen daran, dass ich sehr vielseitig unterwegs bin und sowohl Graphic Recording, Sketchnotes und Visualisierungen bei Veranstaltungen mache, inzwischen einige Buchillustrationen auf meiner To-Do Liste habe, Grafik Design klassischer Art, aber eben auch Inhouse-Schulungen und freie Workshops. Ich reise herum und lerne spannende Menschen und interessante Themen kennen und es macht mir wahnsinnig viel Freude das kreative Selbstvertrauen von Menschen wieder zu wecken.

Anfang des Jahres war es auch, als ich eine Mail von SAP Palo Alto bekam und anschließend auch noch direkt einen Anruf und erstmal etwas ungläubig stutzte. Es gab später im Januar ein Treffen eines internationalen SAP Teams in Berlin und zweitägig den Wunsch nach einer Graphic Recorderin. Es ging natürlich um IT Themen und das ganze fand auch noch auf Englisch (Amerikanisches Englisch) statt. Gleich zwei Herausforderungen, denen ich mich stellen musste. Gesagt getan. Hinterher war ich so froh, dass ich mich getraut habe in zwei Bereichen einer Unsicherheit zu begegnen: Sprache und Inhalt. Danke auch nochmal an Josefin, die mich mit reichlich Informationen versorgt hat und die ganze Zeit zur Stelle war, für den Fall dass es irgendwelche Schwierigkeiten im Verständnis gab.

Für mich war es ein wichtiger Schritt raus aus meiner Komfortzone und als ich anschließend mit einem meiner besten Freunde, der in Berlin lebt, durch das quirlige und wirklich kreative Prenzlauerberg Viertel stromerte, konnte ich nicht widerstehen und habe mir einen Druck von dem coolen Label PRINTS EISENHERZ gekauft, dass meine gegenwärtige Situation bestens visualisierte.

Leider – aber auch verständlicherweise – musste ich eine lange Schweigepflichtserklärung unterschreiben und darf natürlich die Ergebnisse dieser internen Strategiesitzung hier nicht zeigen. Daher nur ein wenig Text und der Druck 🙂

 

Handlettering – Neuste Werke – 366 Tage Ein Wort am Tag

Auf Instagram poste ich jeden Tag ein neues Handlettering. Denn Übung macht ja bekanntlich den Meister. Ich habe mir für 366 Tage EIN WORT AM TAG verordnet. Ein Wort ist wirklich machbar und es ist eine wilde Mischung aus Worten, die mir gefallen, die ich bemerkenswert finde oder die sich irgendwie anders anbieten. Hier eine kleine Zwischenauswahl. Ich hatte zwischendurch eine kleine Schwäche für Schwarz weißes Lettering auf Kraftpapier und dann wieder weiß auf dunkelgrau.

DAA – Bildkartenset das hilft die beruflichen Kompetenzen von Flüchtlingen zu erfassen

Deckblatt DAAManchmal komme ich leider nicht ganz zeitnah dazu Ergebnisse meiner Arbeit zu zeigen. Ärgerlich ist es, wenn es ein Projekt ist, das einem wirklich am Herzen liegt. Daher werde ich jetzt nicht lange herumjammern, wie voll mein Terminkalender ist, denn das ist etwas positives, das ich nicht missen möchte, sondern zeige einfach mal, was ich so gemacht habe.

Christian Martin von der DAA trat Mitte 2015 mit einer Idee auf mich zu. Eine visuelle Darstellung der Tätigkeiten, Berufsfelder und Arbeitsgegenstände, die die meisten Berufe, die es in Deutschland gibt grob einordnen läßt. Gedacht war das Ganze als Hilfestellung für Flüchtlinge oder Neubürger, damit die ihre im Ursprungsland erworbenen Fähigkeiten und Fertigkeiten auf den deutschen Arbeitsmarkt übertragen können. Inzwischen müssen neuangekommene Menschen bereits nach drei Monaten in den Arbeitsmarkt integriert werden. In Zeiten in denen selbst Hochschulabschlüsse aus anderen Ländern nicht immer zu einer Anerkennung führen, kann man sich vorstellen, dass es durchaus Schwierigkeiten geben kann, die Kenntnisse eines syrischen Autoschraubers auf den deutschen Markt zu übertragen. Vor der Übertragung steht aber erstmal das Herausfinden der Fähigkeiten, der Stärken und natürlich auch der Vorlieben.

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Ich hatte dann die Idee das als eine Art Kompetenz-Quartett zu gestalten. Als Karten, die man individuell zusammenstellen kann und dann neu kombinieren. Es gab ein Treffen mit knapp 20 Experten für Integration und Flüchtlinge und die Idee wurde diskutiert und beschlossen.

Das Projekt war herausfordernd und zeitintensiv, hat aber irre viel Spaß gemacht und das Team der DAA mit dem ich zusammengearbeitet habe, war sehr kompetent, engagiert und involviert. Mit dem Ergebnis sind wir alle sehr zufrieden und es wird schon vielfältig genutzt. Wenn jemand Interesse hat, einfach eine Mail an Christian Martin schicken, der hilft weiter, wie und zu welchen Bedingungen das Kartenset zu bekommen ist. Die Email von Christian Martin: Christian.Martin@daa.de

Handlettering Zitate – entspannende Typographie mit den Worten eines Erzbösewichts

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Übung macht den Meister, das ist wohl wahr und ich erlebe es am eigenen Leib. Im Moment bin ich von der Quantität vergangener Zeiten auf Qualität übergegangen und ich freu mich über die Ergebnisse, wie ein kleines Kind. Oben zu sehen Teil eins eines Zitats eines meiner liebsten Schurken der Literaturgeschichte Prof. James Moriarty. Da ich ein großer Fan der BBC Serie Sherlock bin, freue ich mich immer über Auftritte des großartigen Andrew Scott, der den Napoleon des Verbrechens brilliant in Szene setzt.

Neulich habe ich festgestellt, dass diese Letterings, die Etüden des Visualisierers sind. In Kürze fange ich mit Figurenskizzen an. Mal sehen.

Ernste Themen und schwierige Farben

Es gibt Bereiche des Lebens, die möchte man vielleicht lieber ausblenden. Leider geht das nicht immer und ich bin dankbar, dass es Menschen gibt, die anderen die Tatsache, dass Sterben nunmal zum Leben gehört so angenehm wie möglich machen. Besonders in Situationen, wo man weiß, dass das Ende unausweichlich nahe ist. Die Menschen in meinem Freundeskreis, die bereits mit einem Hospiz zu tun hatten, waren stets mit riesiger Dankbarkeit erfüllt, dass es solche Institutionen gibt.

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Ein alter Bekannter von mir, den ich aus ganz anderen beruflichen Kontexten kenne, bat mich nun, ob ich einen Flyer für das Palliativ- und Hospiznetz Hofgeismar e.V. machen könnte. Die Inhalte waren nicht das Problem, schon aber die Farbgebung des Hospizlogos, die auch im Flyer auftauchen sollte und das wirklich schwierige Logo, das sich das Palliativ-Netz Nordhessen überlegt hat, zudem das Hofgeismar gehört. Ich habe mein Bestes gegeben, aber manchmal kommt einem das Ausgangsmaterial etwas ins Gehege.

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Meiner Meinung nach eine absolut unterstützenswerte Einrichtung und ich habe sehr gerne für sie gearbeitet, insgeheim immer von der Hoffnung erfüllt, dass ich nie privat mit ihnen zutun haben werde.

Neues Jahr – neue Termine

webseite_pluralÖkoH_headerIch versuche einen Kalender hier einzubauen, aber die Technik und ich sind nicht immer wirklich best buddies. Also warte ich bis der hauseigene IT-Gott Zeit findet mir bei meinem kleinen Problem zu helfen.

Daher auf altbewährte Art und Weise: Hier ein Link zu einer, wie ich finde sehr coolen Veranstaltung in Hannover. Ich bin zunächst als klassische Besucherin bzw. Teilnehmerin für dieses Event entbrannt bin nun aber auch offiziell für die visuelle Dokumentation gebucht. Programm wie Sprecher*innen versprechen einen spannenden Tag, der sich mal wieder mit den momentan allgegenwärtigen Themen Life-Work-Balance oder Life-Work-Romance beschäftigen.

Falls Interesse besteht. Es sind auch kurzfristig noch Plätze frei. Hier der Link: http://plural-hannover.de/arbeit-isst-leben/programm/

Ein Luchs für Franziska Aeschlimann

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Ich neige dazu etwas zu schnell zu sprechen. Wahrscheinlich liegt das daran weil ich immer denke, ich hätte viel zu sagen 🙂 Na ja irgendwie rede ich ja auch gerne, sonst wäre ich sicherlich nicht Dozentin geworden. Aber hin und wieder sagt man mir, dass ein Tick langsamer nicht gleich schlechter wäre.

Wie der Zufall es so will, habe ich eigentlich bis lang nur Aufträge gehabt, wo Produkt und Mensch dahinter gleichermaßen interessant waren. So auch im Fall von Franziska Aeschlimann, die ihres Zeichens Schauspielerin ist und neben einer Systemischen Ausbildung, durch ihre Schauspielausbildung, natürlich Expertin für Sprechen und Stimme ist. Was ich alles alleine bei unseren Treffen bezüglich ihrer Visitenkarte und ihres Flyers gelernt habe! Wahnsinn. Es reicht aber auch einfach ihr zuzuhören, weil – mein Gott – diese Frau kann wirklich sprechen. Und ihre Stimme ist wie ein kleines flauschiges Kissen, das sich in mein Ohr kuschelt.

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Sie hatte sehr konkrete Vorstellungen, was Maße und Farben ihrer gedruckten Alter Egos betraf und auch was wohin soll und es musste ein Luchs sein. Also habe ich versucht all ihre Wünsche gemäß den Vorgaben umzusetzen und konnte bei den Fonts helfen und auch bei dem Satz der Zitate. Darüberhinaus war es eine tolle Arbeitsatmosphäre denn Franziska ist ein unglaublich sympathischer Mensch. Wenn ich doch noch zur Vortragsrednerin mutiere, dann werde ich sicherlich einen Workshop bei ihr absolvieren. Im Moment sind wir dabei ihre Webseite an den Start zu bringen. Ich zeige dann auch hier die Ergebnisse.

Die Schlagworte des Jahres 2015 für mich

Neue Arbeit Experimente

Dieses Jahr hatte ich viele Aufträge in der Wirtschaft aber auch viele Events, die rein dem Geist des Miteinander etwas zu entwickeln dienten. Das ist interessant, weil im Kern drei Dinge immer wieder zu finden waren, egal ob es Wirtschaftsbosse, Wissenschaftler, Verbandspräsidenten, Personaler, Social Entrepreneurs oder Kreativewirtschaftler waren, denen ich zugehört habe und auch egal ob sie älter, jünger, männlich oder weiblich, Traditionalisten oder Pioniere waren.

Es ging dieses Jahr immer wieder um

KREATIVITäT – o.k. da bin ich eh hellhörig, aber immer wieder wurde darauf hingewiesen, wie wichtig sie ist und wie selten sie aktiv gefördert wird. TRAUT EUCH! Kreativität ist so vielfältig und in allen Bereichen zu finden – o.k. bis auf … Nein sag ich nicht – nicht noch am Jahresende in Fettnäpfchen treten 🙂

NEUE ARBEITSFORMEN bzw. NEUE FüHRUNGSSTILE – mehr Freiheiten, mehr Mitarbeiterfürsorge, mehr Führungskompetenz, Unternehmenskultur als gelebtes Gut und wie kann man seine Leben besser und zufriedener gestalten, denn Arbeitszeit ist Lebenszeit. Was ich manchmal so aus den Unternehmen mitbekomme in denen ich Inhouse-Schulungen gebe, lässt mich sprachlos vor Begeisterung denken: Cool – so kann das auch sein! Sehr vielversprechend.

EXPERIMENTE – dazu passt mein Lieblingszitat von Goethe: Erfolg hat drei Buchstaben TUN. Tatsächlich habe ich in meiner bisherigen beruflichen Karriere auch oft verzweifelt in Bereichen gearbeitet, wo die Diskussion der Weg zum Ziel war. Für jemanden der so ungeduldig ist, wie ich, war das oft Folter ähnlich. Viel lieber hätte ich einfach gemacht, aber manchmal führt dieser engagierte Aktionismus vielleicht tatsächlich in die falsche Richtung. Ich habe gelernt, bin geduldiger, aber finde immernoch, dass oft ein schlichtes Ausprobieren förderlicher ist als alle erdachten Worst-Case-Szenarios.

Das finde ich sehr bezeichnend und bin begeistert in was für einer spannenden Zeit wir leben. Eine Zeit in der viele Veränderungen in kürzester Zeit auf uns zu kommen und auf einige freue ich mich schon sehr. Und hier nur ein paar der Stimmen, die ich meine:

Beginnend mit Nicole Fehr von Rolls Royce, die meinte man muss aus seiner Komfortzone raus und auch mal Mut haben was zu riskieren über Holm Friebe, der auf der diesjährigen re:publica sagte WISSEN IS OVER aber Kreativität ist in. Prof. Dr. Ulf Matthiesen vom Institut für Europäische Ethnologie der über Raumpioniere sprach und dringend appelierte mehr Experimente zu wagen und nicht immer nur zu reden. Reinhard K. Sprenger der darauf hinwies dass Kreativität so enorm wichtig ist und nicht gleichzusetzen sei mit Innovation. Bis hin zu Ragnar Willer, der meinte der Mensch ist dank vernetztem Wissens den Maschinen überlegen unterschätzt sich aber gerne. David Kelley, der für mich den wahnsinnig wichtigen Gedanken prägte, dass man das kreative Selbstvertrauen der Menschen wieder stärken muss, da sie oftmals durch Fremdbeurteilung jegliches Selbstvertrauen auf diesem Gebiet verloren haben. Sie alle und noch mehr haben für mich die drei Bereiche festgezurrt.

Ich freue mich wirklich das nächste Jahr und auch darauf welche Worte sich dann herauskristallisieren.

Graphic Recording Barcamp Unternehmenskultur

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Ich mag offene Formate und dynamische Gruppenaktionen. Ich mag Partizipation und die Idee, Informationen und Wissen zu teilen. Wenn dann das Wissen noch interessant ist und die Menschen mit dem Wissen spannend, ist ein cooles Event vorprogrammiert. Vor einiger Zeit habe ich ja bereits berichtet, dass ich das Logo für das CCCamp – das Corporate Culture Camp gestaltet habe. Nun fand Anfang November eben dieses Barcamp statt und es war inspirierend und wirklich interessant.

Logo nebeneinander

Abgesehen davon dass es mein erster Hamburg Besuch im Erwachsenenalter war, war ich zwei Tage lang umgeben von neugierigen und offenen Menschen, die alle aktiv mitgemacht haben. Die üblichen Seminarleichen – verdonnert von Chef oder Chefin – fehlten völlig. Mir hat es Spaß gemacht und das obwohl ich alter Gerechtigkeitsfanatiker zwei Sessions, die parallel stattfanden gleichzeitig gezeichnet habe. Dementsprechend wurde es teilweise etwas hektisch, ich bin mit den Ergebnissen (die noch krummer sind als gewöhnlich 🙂 nicht ganz zufrieden und ich musste alle Pausen nutzen um die Recordings zu Kolorieren und zu ergänzen. Am Ende war ich ganz schön fertig und zwei habe ich auch nicht mehr geschafft. Verzeih mir bitte Felicitas ;/

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Nächstes Jahr findet das nächste Barcamp statt und ich bin gerne wieder dabei. Wenn Ihr Interesse habt: Hier nochmal der Link zum begleitenden Blog. Dot findet man auch Impressionen.

Sketchnote Protokoll Forum Führung BVMW

BVMW Forum Führung 1Eigentlich arbeite ich ja jetzt immer für den BVMW Niedersachsen, aber ausnahmsweise war es der Gesamt BVMW der zum Forum Führung nach Hannover lud, wo Reinhard K Sprenger, der populäre Coach und Management-Buchautor einen dreistündigen Input zum Thema Meisterhaft führen bot. Mario Ohoven sprach die Eröffnungsworte und viele Führungskräfte aus KMU und größeren Unternehmen fanden sich im VGH Gebäude in Hannover ein.

VGH

Da Herr Sprenger – natürlich – geübt, wortreich und bildhaft sprach – viele wunderbare Zitate aus dem Fußball brachte und auch ansonsten sehr eloquent die Zeit füllte, hatte ich meine liebe Not alles auf zwei Seiten runter zu brechen. Ich hätte alleine ein Blatt nur mit Fußballerzitaten füllen können 🙂 Mein Liebling:

lustvoll

Leider habe ich mir nicht notiert wer es gesagt hat und im Netz keinen Hinweis gefunden.

Hier noch Seite 2.

BVMW Forum Führung 2

Freier Workshop Flipcharts und Visualisierung

EingangDer erste Workshop im Park Inn in Göttingen hat im Oktober stattgefunden und es war wirklich super. Engagierte Teilnehmende mit viel Neugier und Tatkraft kamen teilweise von weiter weg um sich einen Tag lang ganz ihrer Kreativität und dem Mehrwert von Flipcharts und Visualisierungen hinzugeben. Nach der anfänglichen Scheu, die in allen Workshops gleich ist und gerne mit Sätzen wie: „Ich bin Zeichnenlegastheniker!“ – „Ich kann aber gar nicht malen – wirklich!“ oder „Bei mir erkennt man nicht mal ein Strichmännchen!“ einhergingen. Diesmal hatte ich mir vorgenommen, ich mache ganz viele Fotos. Doch es kam anders.

raumWenn ich Workshops gebe, reise ich immer mit Koffer. Bücher, Handouts, Stifte, Papier, Übungsblätter, Notizbücher, Starter-Kit und diverses anderes muss man ja irgendwie in den Raum bekommen. Also packe ich immer am Abend vorher alles zusammen. Auch die Kamera. Dachte dann aber, dass es vielleicht nicht so gut ist, wenn die mit in den Koffer fliegt und was ist – sie hing zu Hause über der Stuhllehne und da blieb sie dann auch. Also gibt es nur ein paar wenige Aufnahmen mit dem Handy. Fakt ist aber, dass am Ende alle eine Flipchart erstellt haben und versicherten ihre Scheu vor der leeren weißen Wand überwunden zu haben.

soziale arbeit

Sketchnote Protokoll BNI

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Wenn man in der gleichen Stadt in der man vorher angestellt tätig war, auf einmal als Selbständige unterwegs ist, lernt man komplett neue Netzwerke kennen. Nachdem ich ja für den BVMW bereits eine Sketchnote gemacht hatte, sprach mich nun das BNI (Business Network International) an, ob ich ihr Treffen skizzieren könnte, wo es um das Vorstellen des BNI und seiner Idee geht.

Ich finde es ja spannend zu sehen, was es alles für Vernetzungsmöglichkeiten gibt und habe daher zugesagt. Das großartige an meiner jetzigen beruflichen Ausrichtung ist, dass ich wirklich interessante Leute neu treffe oder wieder treffe und inzwischen dadurch auch andere Facetten der Stadt kennenlerne, die ich vermeintlich schon seit über einem Jahrzehnt kenne.

Sketchnote Workshop Leibniz Uni Hannover

Start Flipchart

An dem ehrwürdigen Hauptgebäude der Uni Hannover bin ich schon mal vorbei gefahren. Drinnen war ich allerdings noch nicht, was sich als echtes Versäumnis herausgestellt hat. Der Lichthof ist wirklich sehenswert und es gibt einige spannende architektonische Elemente. Ausnahmsweise gibt es daher heute auch ein paar Fotos vom Ort der Geschehens.

Blick aus dem Raum LichthofPferd vor EingangGrund meines Besuchs war nämlich eigentlich ein 1,5 tägiger Workshop für Mitarbeiter der Uni zum Thema Sketchnotes. Es erwartete mich eine zauberhaft unkomplizierte Hilfskraft, nicht müde den Raum noch besser auszustatten, Papier zu besorgen und die Technik ans Laufen zu bringen und eine wunderbar motivierte, positive Teilnehmerinnen-Schar, die sehr schnell mit dem Sketchnote-Virus infiziert waren. Es macht so wahnsinnig viel Spaß alleine die Reaktionen der Anwesenden zu sehen, wenn sie auf einmal entdecken, dass sie jahrelang dem Irrglauben aufgelegen sind, dass sie nicht zeichnen können. Wie immer ist ja eines meiner Kernziele das kreative Selbstvertrauen zu stärken.  Und nur als kleinen Einblick, hier die Namensschilder 🙂

Namenschilder

Kultur machen! – Wandel bewirken?

Wenn man Geisteswissenschaften studiert, hat man schnell raus, dass Kultur in unserer Zeit einen etwas hintenan gestellten Stellenwert hat. Um so schöner ist es dann, wenn man mit Menschen zu tun hat, die voller Herzblut und Energie versuchen, den Mehrwert von Kultur sichtbar und spürbar zu machen. Und dass es den gibt, steht für mich natürlich ausser Frage.

Tanja_Wehr_04Da nach dem Studium einige meiner Freunde in der wissenschaftlichen Welt blieben, während ich meinen Weg in die Wirtschaft antrat, habe ich auf diesem Weg noch einiges an Kontakt zu den „alten“ Themen. Zwei meiner Freunde und einer davon besonders hat sich ein wenig auf das Thema Landesausstellungen spezialisiert und inzwischen maßgeblich an zweien mitgearbeitet. Das sind stets wirklich große aufwendige Projekte mit einem ganz besonderen Anspruch und einem ganz eigenen Flair. Letztes Jahr hat nun in Brandenburg die erste Landesausstellung stattgefunden und das Haus für Brandenburgisch-Preußischen Geschichte hat in Potsdam nun am 18.09. zur Abschlußveranstaltung geladen.

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Tanja_Wehr_28Ich wurde gebucht das Graphic Recording zu machen und das hat mich wirklich sehr gefreut, denn das Thema ist mir vertraut und die Veranstaltung selbst war sehr spannend und anregend. Für mich auch eine Herausforderung, da ich nur begrenzten Platz hatte, aber das war in Ordnung. Es ging an dem Tag darum die Begriffe Kulturelle Identität und Regionale nachhaltige Entwicklung aus unterschiedlichsten Blickwinkeln zu betrachten und das war spannend und hat mir selbst auch viele neue Einsichten und Kenntnisse gebracht.

Tanja_Wehr_27Tanja_Wehr_30Es waren sehr viele Redner mit der unterschiedlichen Themen und pro Vortrag war eine viertel Kapa-Platte A1 vorgesehen. Ich habe 8 Stunden am Stück durchgezeichnet. Mit einer kleinen Pause gegen Ende wo mich der Ausstellungsleiter Dr. Kurt Winkler zu meiner Arbeit interviewt hat und ich die Ergebnisse vorstellen konnte. Aber es hat sich gelohnt und zudem wahnsinnig viel Spaß gemacht.

Anbei einige meiner Arbeiten von dem Tag und hier noch eine kleine Sketchnote, die ich nachträglich gemacht habe um meine ganz persönlichen Eindrücke der Veranstaltung festzuhalten.

Sketchnote Potsdam 09 15

 

 

Vizthink Meetup #1

vizthink_mitte_logo

Endlich ist es soweit. Ich weiß gar nicht seit wann ich neidisch nach Hamburg schaue, wo die Kreativen doch einfach in größerer Menge versammelt sind als hierzulande. Neidisch in erster Linie, weil dort die genialen Vizthink Meetups stattfinden. Völlig unkomplizierte Treffen von Menschen, die wie ich, gerne Papier und Stift in die Hand nehmen. Nun sind es Abendveranstaltungen und der Aufwand um für 3 Stunden mal eben nach Hamburg (inzwischen auch Berlin oder München) zu fahren, ist einfach zu groß. In Berlin habe ich einmal teilnehmen können, weil ich eh gerade da war, aber ansonsten… Also habe ich die Initiatoren letztes Jahr kontaktiert und gesagt, ich will das bei uns organisieren. Dieses Jahr auf der re:publica haben wir uns dann getroffen und geschaut, ob die Nasen zusammenpassen. Haben sie 🙂

Ein Vizthink-Team besteht immer aus drei Personen und so brauchte ich noch zwei Mitstreiter. Tanja Föhr aus Hannover kam mir natürlich in den Sinn, denn sie ist erstens eine sehr gute Sketchnoterin und Graphic Recorderin und zweitens in Hannover, was ja nah bei Göttingen liegt. Man weiß nun aber nie, ob das menschlich hinhaut, wenn man die Zeichnungen des anderen und seine Themen mag. Also haben wir telefoniert, uns in Hann Münden beim Inder getroffen und ich kann sagen, sie ist nicht nur begabt und professionell, sondern auch noch super sympathisch und interessant. Der dritte im Team ist Marcus Lemke, der seit vielen Jahren das Journaling und Urban Sketching für sich entdeckt hat und eine sehr beeindruckende Entwicklung hingelegt hat. So konnte es losgehen und nach einigen Wochen der Vorbereitung, geht nun Vizthink Mitte an den Start.

show_and_tell

Am 10.09. findet nun tatsächlich das erste Meetup in Göttingen statt. Ich freu mich schon riesig und kann gar nicht glauben, dass es jetzt los geht. Beim ersten Treffen wollen wir ein Show & Tell veranstalten und uns zeigen, was wir so machen, was uns gefällt und uns gegenseitig inspirieren.

Wer mehr wissen will. Hier ist der Link zur Vizthink Webseite, wo alle Informationen (Ort, Anmeldeformular) stehen.

Vielleicht sehen wir uns ja! Ich würde mich freuen.

Kreativ JACKPOT – Tag der Kultur- und Kreativwirtschaft

Als Kreativschaffende bin ich Teil eines großen Ganzen, das sich Kultur- und Kreativwirtschaft nennt. In vielen Bereichen ein wirtschaftliches Stiefkind, weil die Vorurteile oft genug bestehen, dass wir volkswirtschaftlich nicht so relevant sind wie Banken oder andere rentablerere Unternehmungen (fragt sich für wen rentabel aber das ist ein anderes Thema).

JACKPOT-OnlineflyerDas Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft der Bundesregierung hat sich daher nun etwas ausgedacht. Einen gemeinsamen Tag der offenen Tür aller Menschen, Agenturen, Organisationen … die unter dieser Flagge segeln. Was liegt also näher, als sich zu beteiligen.
Das Göttinger Kreativen-Netzwerk Stellwerk e.V. hat sich dafür mit der Gründungsberatung MOBIL der Beschäftigungsförderung Göttingen zusammengetan und wir haben einen bunten Abend organisiert zu dem alle herzlich eingeladen sind.

Es wird neben Mini-Workshops und Grillgut auch viel Raum für Kennenlernen und Austauschen geben. Wer also Zeit und Lust hat findet uns ab 17 Uhr in der Lotzestr. 22c. Vielleicht sehen wir uns ja. Ich würde mich freuen.

Sketchnotelovers bei der Sketchnotearmy

sketchnotearmy 1

Ich bin gerade ganz glücklich, denn meine Sketchnote zur re:publica wurde von Mike Rohde und Mauro Toselli auf der Seite der Sketchnotearmy gezeigt. Die Seite kenne ich schon sehr lange, hab aber – warum auch immer – ein wenig gezögert was dorthin zu schicken. Ich habe es dann schließlich doch gemacht und siehe da: Ich habe es geschafft.

Das freut mich natürlich sehr und diese Freude wollte ich hier gerne teilen.

Logo für Barcamp zum Thema UNTERNEHMENSKULTUR

Logo nebeneinander

Ich stelle immer wieder fest, es gibt Worte, die sind interessant, ja auch wohlklingend, aber wenn man sich erstmal ein wenig ausführlicher damit beschäftigt, ist nicht nur das Wort an sich schön, sondern die Inhalte, die dahinter liegen äußerst spannend. So wie bei dem Wort Unternehmenskultur. Das erste Mal etwas intensiver in Kontakt gekommen bin ich bei meinen Visualisierungen für ein Projekt zum Thema Corporate Social Responsibility und seitdem habe ich immer mal wieder für Menschen gearbeitet und gezeichnet, die sich mit Unternehmens- und Führungskultur, Mitarbeiterfürsorge und verwandten Themen beschäftigen. Großartig und sehr vielschichtig und so wichtig.

Als ich von einem Barcamp zu dem Thema gehört habe, habe ich gerne zugesagt das Logo zu gestalten und auch vor Ort die Veranstaltung visuell zu begleiten. Ich freu mich drauf und bin schon sehr gespannt, denn es fängt alles bereits sehr vielversprechend und gut organisiert an.

Wer mehr über das Barcamp erfahren will findet viele Informationen auf dem begleitenden Blog.

Neue Workshops

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VISUALISIEREN LEICHT GEMACHT – DER BASIS-KURS

Die Informationsflut, die alltäglich auf allen Ebenen über uns hereinbricht ist nicht zu stoppen, aber wir können uns Methoden aneignen, das Wesentliche nachhaltig herauszufischen und nutzbar zu machen. Hilfe bietet hier das Visuelle, besonders das Handgezeichnete. Keine neue Technik, aber eine, die endlich wieder ernst genommen wird und es schafft zu überzeugen. Notizbücher und Flipcharts sind heutzutage überall verfügbar und können hervorragend zur Prozessbegleitung und Ergebnissicherung dienen, aber oftmals werden sie nur beiläufig genutzt. Lernen Sie die Grundlagen für die Gestaltung eindrucksvoller Flipcharts aber auch nachhaltiger Protokolle, die im Gedächtnis bleiben. Dafür müssen Sie weder Leonardo da Vinci sein noch Picasso sondern lediglich interessiert und offen für das Visuelle – alles weitere bringe ich Ihnen bei.

In diesem eintägigen Kurs lernen Sie

  •  Schreiben – wie Schriftarten effektiv eingesetzt werden können
  •  Zeichnen – visuelle Anker, die jeder lernen kann
  •  Farben – Es gibt mehr als Rot, Blau, Schwarz
  •  Inhalte – Reduzieren für die Nachhaltigkeit
  •  Struktur – Lesbarkeit und Übersicht
  •  Tipps & Tricks aus der Praxis

Der Tag ist eine vielfältige Mischung aus Input und praktischen Elementen. Das Erlernte kann für die verschiedensten Bereiche genutzt werden. Zugangsvoraussetzungen gibt es keine.

Die nächsten Termine:

BASIS-KURS

26.09. 2015   9:30 – 17:00

Keine Plätze mehr frei

24.10. 2015   9:30 – 17:00

Noch 2 freie Plätze

Veranstaltungsort: Göttingen Hotel Park Inn

Max. 12 Teilnehmende

Kursgebühr 210 Euro (zzgl. Steuer) plus 49 Euro Tagungspauschale

In der Kursgebühr enthalten sind Seminarmaterialien, ein Starter-Kit, ein umfangreiches Handout, sowie ein Teilnehmer-Zertifikat.

Bitte nutzen Sie zur Anmeldung nachstehendes Formular. Sie erhalten nach Eingang Ihrer Anmeldung eine Rechnung und alle weiteren Informationen. Nach Zahlungseingang sind Sie verbindlich angemeldet.

Der BVMW lädt ein und René Borbonus hilft mir respektvoller zu sein

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Kommunikation und Sprache sind faszinierende Werkzeuge des Miteinanders und ich merke immer wieder, dass ich von beidem weniger Ahnung habe, als mir lieb ist. Ich spreche einfach und denke nicht viel über Feinheiten des Satzbaus, Nuancen eines Wortes und die versteckten Botschaften in meinen Aussagen nach. Bei Sprache bin ich noch unwissender, wie ich immer wieder feststellte, als mir meine italienische Freundin Loredana nach ihrem Deutschkurs freudestrahlend wahnsinnig tolle Grammtikregeln präsentiert hat. Wusstet Ihr, dass im Deutschen der Plural immer mit dem Artikel „die“ gebildet wird oder dass man in der Welt der Verneinungen „nicht“ für Verben und „kein“ für Nomen nutzt? Ich möchte nicht spazieren gehen und kein Fahrrad. Ich wusste das alles nicht, hab’s aber in der Regel wohl richtig gemacht. Doch warum schreibe ich das hier?

Ich bin mal wieder unterwegs gewesen, um zu sehen was sich so im Umland tut. Diesmal war ich auf dem Treffen des BVMW Südniedersachsen (BundesVerband Mittelständische Wirtschaft) in Uslar und hatte das Vergnügen einen unterhaltsamen Vortrag von Kommunikationscoach und Rhetorikexperten Renè Borbonus mitzuerleben und er hat trotz brütender Hitze in Sakko und langärmeligem Hemd inklusive Manschettenknöpfen, die mich visuell sehr erfreut haben, einen erfrischenden Input zum Thema R E S P E K T geboten, der mich geistig sehr erfreut hat.

Wie so oft erscheinen einem die Sachen schlüssig, sobald sie jemand ausspricht, so auch hier. Mehrfach habe ich mir innerlich vor die Stirn geklatscht und gedacht, hey Mist, genau das mache ich auch immer und hatte keinen Schimmer, dass das respektlos ist. Außerdem habe ich festgestellt, dass man sich immer wieder aktiv mit Themen wie Wertschätzung, Respekt oder gröber gefasst Kommunikation beschäftigen muss, damit man sich im Klaren ist und verinnerlicht, wie man kommunizieren möchte, wie man respektvoll agiert und damit auch Respekt bekommt. Danke für diesen Denkanstoss.

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Danke besonders aber für das Bild des einstmals wütenden Autofahrers, der nun entspannt die depperten Raser vorbeiziehen lässt und dabei eine rote Clownsnase trägt. Gott sei dank habe ich die Notfall-Nase zu Weihnachten bekommen. Die wandert umgehend in meine Handtasche.

René Borbonus hält nicht nur Vorträge und coacht sondern hat aktuell ein Buch über Respekt geschrieben und ich bin mir sichern es ist genauso unterhaltsam wie sein Vortrag. Wenn ich mal wieder ein wenig Land sehe, werde ich es mir kaufen. Vielleicht ja die passende Sommerurlaubslektüre. Allen einen wunderbaren Sommer und bald gibt es noch weitere Neuigkeiten zu den Themen VIZTHINK und SKETCHAZINE. Bis dahin, nicht wegfliessen!

Borbonus_Buch

Innovationspreis des Landkreises Göttingen

IF YOU NEVER

Manchmal muss man sich auch mal was trauen. Gesagt getan, also habe ich mich beim Innovationspreis des Landkreises Göttingen beworben, der alljährlich von der Wirtschaftsförderung Göttingen ausgeschrieben wird. Bislang wurden eigentlich immer Produktinnovationen ausgezeichnet und nicht innovative Methoden auf der Metaebene aber es war sehr interessant sich zu bewerben und zu sehen, wen man bei den verschiedenen Veranstaltungen sonst noch so trifft, wie sich dadurch Netzwerke ergeben und wie ich anfange mich in der Stadt, in der ich nun schon seit über einem Jahrzehnt unterwegs bin völlig neue Kreise zu betreten. Nicht hierarchisch gemeint, sondern von den Interessensschwerpunkten. Mein Netzwerk erweitert sich nämlich im Moment primär auf der geschäftlichen Ebene. Es bleibt spannend.

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Im November weiß ich mehr, also bitte Daumen drücken.

Neueste Handlettering Beispiele

Summertime

Blutspende

Freundschaft

Auf Instagram gibt es wie geschrieben einige Aufgaben. So die #30dayslettering von Miss Konfetti. Da mach ich doch gerne mit und zeig hier mal ein paar meiner Machwerke.

Von Oben nach unten

SOMMER
LUSTIG
FREUNDSCHAFT

Alle entweder in einem Leuchtturm A5 dotted oder blanko Notizbuch mit Sakura Pigma Micron Finelineer, Staedtler Pigment linern und Finelinern, Tombow Dual ABT Brush, Neuland Fine Ones Brush und Touch Markern erstellt.

Guten Start in die Woche!

VORANKÜNDIGUNG: Bald gibts das neue SKETCHAZINE

Grafik für Vorankündigung

Wer auf Instagram ein wenig aktiv ist, stellt schnell fest, das an vielen Stellen die Challenges nur so aus dem Boden sprießen. Überall kann man täglich seine Fertigkeiten verbessern indem man vorgegebene Aufgaben erfüllt. Das ist cool aber auch manchmal etwas stressig, weil der eigene Tagesablauf vielleicht nicht unbedingt zu den Terminen passt.

Schon seit Beginn des Jahres schwebt mir die Idee im Kopf herum eine Art Newsletter zu entwerfen, der – ganz ohne Termindruck – auch Übungsaufgaben bereit hält und über Stifte, Notizbücher und andere interessante Ressourcen berichtet, Events erwähnt und zeigt was in der Sketchnoter-Welt so los ist. Frei nach dem Motto: ES GIBT NICHTS GUTES AUSSER MAN TUT ES startet nun das neue SKETCHAZINE. Genauer gesagt in ca. drei Wochen geht es los und von da an werde ich versuchen 4 mal im Jahr eine neue Ausgabe zu veröffentlichen. Wer Interesse hat, einfach den Blog hier abonnieren und Ihr erfahrt rechtzeitig, wenn das neue Sketchazine fertig ist. Die Übungsdateien werden zum Ausdrucken immer hier in einem Post zur Verfügung gestellt. Ich bin gespannt auf die Rückmeldungen. Bis dahin Sketch on!

 

Das Erscheinungsdatum gebe ich in Kürze bekannt! HUI!

 

Sketchnotes von der re:publica 15

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Die re:publica war ein wirkliches Erlebnis. Für alle, die es nicht wissen, die re:publica ist Europas größte Konferenz zum Thema Internet und Gesellschaft, Netzpolitik und Web 2.0 und fand dieses Jahr zum 9. Mal statt. Die Stimmung war grandios und alle Menschen auf die man traf waren unglaublich nett und freundlich. Man hatte sofort das Gefühl Teil von etwas Besonderem zu sein.

Die Speaker waren durch die Bank spannend und auch wenn  sich natürlich viele Themen wiederholt haben (Datenschutz, Vorratsdatenspeicherung und Privacy waren angesichts der aktuellen Lage natürlich Topthemen), habe ich unglaublich viele neue Anregungen mitgenommen und war nach den drei Tagen beseelt von dem Gefühl, dass mich diese Veranstaltung persönlich weiter gebracht hat.

Neben den allgemeinen Tendenzen war es spannend zu beobachten was sonst so um einen herum passiert ist. Ich habe wirklich noch nie soviele junge Männer mit üppigen aber gepflegten Bärten gesehen wie dort, man trank Mate und Kaffee und viele, wirklich viele hatten T-Shirts an mit den lustigsten und manchmal auch skurillsten Aufdrucken. Ab Nachmittag legten DJs auf und bedingt auch durch meine neu entdeckte Schwäche für Dub Step war das arg nach meinem Geschmack – daher will ich einen re:pubica SOUNDTRACK!!

Und ich habe einen leibhaftigen Astronauten erlebt! Der Vortrag von Alexander Gerst war einfach cool und hat gezeigt Storytelling und eine authentische charmante Persönlichkeit begeistern die Menschen eben doch ein bißchen mehr als Sicherheitsfanatiker, die -zurecht- den Zeigefinger erheben und an Missstände gemahnen, vor der die Menschheit gerne mal die Augen verschließt. Soviel Applaus hat sonst jedenfalls keiner bekommen, obwohl sein Vortrag „nur“ eine sensationell bebilderte Wiedergabe seiner aufregenden Mission war mit einem gelegentlichen Appell mit der Zerstörung der Erde aufzuhören.

Sehr cool war auch der Vortrag von Johanna Frelin aus Schweden, die CEO des Jahres 2013 war und die einen sehr inspirierenden Vortrag über Self-Leadership gehalten hat. Unten die Sketchnote zu ihrem Vortrag.

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Die Themen, die sich für mich am deutlichsten herauskristallisierten waren auf jeden Fall INKLUSION, NEUES ARBEITEN und SELF-LEADERSHIP. Auf meinem Twitter-Account werde ich noch weitere Sketchnotes in nächster Zeit zeigen.

 

Sketchnotelovers auf der re:publica 15

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Nach der HannoverMesse steht gleich das nächste große Event an. Ich werde mich in der kommenden Woche auf der re:publica 15 in Berlin tummeln und mich von der Stimmung, den Menschen und den Thesen bzw. Themen inspirieren lassen. Die re:publica ist nämlich eine der größten europäischen Konferenzen zum Thema Web 2.0. Netzpolitik und digitale Gesellschaft. Die Themen reichen von Politik&Gesellschaft, über Business-Innovationen und Arbeiten der Zukunft bis hin zu Kultur. Das Programm ist wieder sehr vielversprechend und abwechslungsreich. Seit Jahren wollte ich da mal hin, aber jetzt hat es halt erst geklappt.

Ich berichte dann wenn ich wieder hier bin und zeige natürlich auch die Sketchnotes der Sessions, die ich besucht habe.

Eigenlob duftet nach Erfolg

Visitenkarten groß vonoben

Eigentlich sollte ich an der Sketchnotelovers-Webseite arbeiten, die endlich mal fertig werden soll, aber ich komm nicht dazu. Leider finde ich das Argument, der Schuster hat immer die schlechtesten Schuhe nicht wirklich gut, aber damit Ihr seht, dass ich nicht tatenlos rumsitze, heute nur zwei schnell mit dem Handy geschossene Bildchen von meinen neuesten Visitenkarten.

Marcus Lemke von Eigenlob mag es klar und ich mag es frech, also war klar, die Richtung geht ins Schwarz-Weiße mit einem netten kleinen Effekt. Es gab insgesamt drei Entwürfe, aber der Käse wurde sofort und ohne Abwägen ausgewählt. Die Dienstleistung, die er anbietet ist aber auch einfach gut. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, ein nettes ABOUT zu schreiben und sein Angebot anzupreisen sind mit die schwierigsten Sachen bei der Selbständigkeit. Marcus ist nicht nur Webdesigner und Programmierer sondern auch Coach und Trainer. Besonders dieser Berufsgruppe fällt es schwer eine aussagekräftige Webseite an den Start zu bringen. Eigenlob kann nun nicht nur bei der technischen Umsetzung helfen sondern auch beratend die Inhaltskonzeption unterstützen und das ist echt viel wert.

Eigenlob findet Ihr hier: www.eigen-lob.de

Visitenkarten klein schräg

Sketchnotelovers auf der Hannover Messe 2

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Ich werde bei der Hannover Messe WoMenPower nun nicht nur den bereits ausgebuchten Workshop von Ines Polzin begleiten, sondern wurde auch gebucht, die Eröffnung zu sketchen. Das freut mich sehr. Unsere Bundesministerin Manuela Schwesig (BMFSFJ) wird die Veranstaltung eröffnen und dann gibt es noch einige weitere interessante Keynotes. Ich werde zudem noch einen eigenen Stand haben an dem ich im Auftrag der Hannover Messe Handlettering Zitate von Teilnehmenden der Messe zeichne, die dann für die Dokumentation verwendet werden.

Ein spannendes Event am 17.04. auf das ich mich schon sehr freue. Und hier als kleinen Vorgeschmack schon mal ein paar Handlettering Zitate von mir.

listening

simplicity

Camus

 

Neue Sketchnotes für die DGSF

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Heute gibt es mal wieder ein paar Sketchnotes, die ich für die Deutsche Gesellschaft für Systemische Therapie, Beratung und Familientherapie angefertigt habe. Konkret für die Regionalgruppe Göttingen. Die Stimmung bei diesen Treffen ist eine wunderbare Mischung aus Vertrautheit, gegenseitiges Ernstnehmen und Spaß haben, die die drei Stunden sehr produktiv aber auch absolut unterhaltsam füllen.

Methode 2 Bildimpulskarten_klein

Es ist wirklich immer wieder unglaublich spannend was für interessante Methoden vorgestellt werden.

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