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BVMW Wolfgang Bachler und das Cobraprinzip – oder was Führungskräfte von einer Anti-Terroreinheit lernen können

BVMW Business Treff #10 Göttingen 26112015

Der BVMW Niedersachsen bietet Abwechslung, wenn es um die Vorträge bei den alle zwei Monate stattfindenden Business Meetings geht. Seit ich dabei bin, gab es bereits das Thema Respekt, Meisterlich Führen und nun den ehemaligen Leiter einer Anti-Terroreinheit aus Österreich, Wolfgang Bachler, der die Prinzipien, die er bei Geiselnahmen und anderen brisanten Einsätzen verwendet hat, kurzerhand auf die Führung eines Unternehmens übertragen hat und nun mit dem Coba-Prinzip in eine handliche Form gebaut hat.

Das Thema Führen ist in meinem Job allgegenwärtig. Manchmal subtil oder als ein Thema von vielen, manchmal, so wie hier, sehr offensichtlich und Augenmerk Nr. 1. Dabei ist mir aufgefallen, dass es eine deutliche Diskrepanz zwischen Theorie und Praxis gibt. Ähnlich wie bei Projektmanagement – wo es viele wunderbare Modelle und Strukturvorgaben gibt, aber es viele Firmen in der Realität nicht schaffen, genügend Zeit aufzubringen, um die Theorie umzusetzen und so bleibt man bei den altbewährten, tlw. sogar langatmigeren Varianten, weil man es nicht schafft tabula rasa zu machen und nochmal neu anzufangen. Gleiches beobachte ich beim Thema Führung: alle Firmen wollen was für ihre Mitarbeiter tun, wollen ein guter Arbeitgeber sein etc. Wenn es dann aber um die Umsetzung geht, werden keine Mittel zur Verfügung gestellt. Und mit Mitteln meine ich sowohl Geld als auch vor allem Zeit.

Wenn man sich die Ideale von guter Führung anschaut, wäre man dann nicht selbst gerne bei einer solchen Chefin oder einem solchen Chef angestellt? Ich bin im Moment so glücklich meine eigene Herrin zu sein, dass ich mir die Frage nicht mal rhetorisch stelle, aber generell sollte man sich überlegen, wie man Deutschland, das ja zu einem großen teil ein Land der Dienstleister und Denker ist, zu einer interessanteren Führungsphilosophie verhelfen kann.

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