Suche
Suche Menü

Das Leben ist zu kurz für schlechte Lektüre – eine Eloge auf die HOHE LUFT

Hoheluft_klein

Ich lese gerne und wann immer es die Zeit und der Füllstand meines Kopfes zulassen und ich liebe schön gemachte Publikationen. Dabei habe ich so manchen Trend mitgemacht und bei anderen musste ich passen, weil ich da einfach nicht zur Zielgruppe gehöre. Manchmal bekomme ich einen Rappel und krame Klassiker raus (zuletzt Dumas Drei Musketiere YEAH) aber meistens fehlt mir die Zeit einen anspruchsvollen Roman am Stück zu lesen.

Da ich, wie gesagt, trotzdem gerne lese, schaffen Zeitschriften und Magazine da Abhilfe. Bedingt durch meine Tätigkeit verbringe ich nämlich viel Zeit auf Bahnhöfen und mein liebster Ort dort ist immer das Zeitschriftengeschäft. Besonders auf großen Bahnhöfen hat es was vom Betreten einer eigenen neuen Welt und man entdeckt unzählige bis dato unbekannte Mainstream-Veröffentlichungen aber auch Nischenprodukte, Fachmagazine für Orchideenfächer und und und. Inzwischen haben sich für mich dabei viele Nieten gezeigt: Es gibt eine Flut von, meiner Meinung nach, sprachlich lieblos heruntergeschriebenen, typografisch langweilig gesetzten und inhaltsleeren Verschwendungen von Ressourcen und Zeit. Aber es gibt auch ab und an diese Kleinode, die sofort einen wunderbaren Prozess aus Vernetztem Wissen und Inspiration, Wissbegierförderung und kribbeligem Denkstart in Gang setzen, dabei noch visuell ansprechend gemacht und rundherum gelungen sind. Solche Funde sind für mich vergleichbar mit dem Glücksfall, dass das Album eines Musikers, den man mag insgesamt großartig ist, ohne die ein zwei Stücke, die man eigentlich immer überskippen möchte.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Ähnlich wie Menschen, teile ich auch Zeitschriften daher in zwei Lager: Die mit denen man Zeit verbringen möchte, weil es unterhaltsam, inspirierend, authentisch und sympathisch ist und vor allem weil es nie langweilig wird und eben die anderen. Wenige Glücksfälle fallen in alle erstgenannten Kategorien und die sollte man versuchen, um sich zu haben – was natürlich vor allem auf die Menschen zutrifft, aber auch bei der Lektüre enorm bereichernd sein kann.

Die HOHE LUFT ist nun die magazingewordene Variante des Besten aus den Bereichen: Spannende Themen, Denkanstösse, Inspiration und unterhaltsame Wissensfüller. Sie kombiniert historisch Interessantes aus der Welt des Denkens mit tagesaktuellen Themen. Dazu ist sie noch sprachlich so gut, dass ich manche Sätze nur um des Satzbaus und der verwendeten Worte willen mehr als einmal lese und denke: Deutsch müsste man können.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Manchmal habe ich den Eindruck, die Redaktion liest zu 90% Bücher, die ich auch lesen würde, wenn ich erstens mehr Zeit hätte und zweitens – was entscheidender ist – überhaupt wüsste, dass es sie gibt und packt ihre Quintessenz so zusammen, dass es konsumentenfreundlich meine Synapsen aus dem Winterschlaf holt und in eine andere Atmosphäre schiesst. Ihr merkt: Ich liebe diese Zeitschrift und kann immer kaum abwarten, bis das nächste Heft erscheint.

Das ist übrigens erst wieder im Mai der Fall aber bis dahin bekommt Ihr sicherlich noch die Gelegenheit das aktuelle Heft zu ergattern. Eine ernst gemeinte Empfehlung!

 

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.